Aufwendige Tunnelsanierung am Arlberg

Vorarlberg / 24.05.2019 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 1996 für den Verkehr freigegebene Passürtunnel wird heuer um 8,1 Millionen Euro saniert.MEK

Passürtunnel und Ralegg-Galerie werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

KLÖSTERLE Zwischen 1993 bis 1996 errichtet, befindet sich der Passürtunnel samt der dazugehörigen Ralegg-Galerie an der Arlbergstraße L 197 zwischen Langen und Stuben aktuell in einem schlechten Allgemeinzustand. Aus diesem Grund entschloss man sich seitens des Landesstraßenbauamts, die rund 1800 Meter lange Anlage heuer instandzusetzen.

Bis zu 19.000 Fahrzeuge

3800 Fahrzeuge passieren durchschnittlich pro Tag die Straße, wobei die Spitzenwerte bei bis zu 19.000 Fahrzeugen liegt, wie Fachbereichsleiter Johann Siemayr angibt. „Zuletzt war das bei der Sanierung des Arlbergstraßentunnels der Fall“, führt der Fachmann ins Treffen. Nachsatz: „Die Tunneltechnik wie beispielsweise die Belüftung müssen auf solche Spitzen ausgelegt sein.“

Konkret geht es beim Sanierungsprojekt darum, die elektromaschinelle Ausrüstung der Tunnelanlage und Galerie sicherheitstechnisch entsprechend den einschlägigen Richtlinien auf den letzten Stand der Technik zu bringen, informiert Siemayr. Im Zuge der umfangreichen baulichen Maßnahmen werden die notwendigen Betriebsräumlichkeiten und Leerrohranlagen in den Tunnel-, Galerie- und Vorportalbereichen ergänzt, die Löschwasserleitung erneuert und ein neuer Fluchtausgang im Galeriebereich geschaffen. Zudem kommt es zu einer Risssanierung der Tunnel- bzw. Galerieschale sowie einer Betonsanierung der Galeriekonstruktion.

Umfahrung

Mit den ersten Arbeiten wurde vor Kurzem gestartet. Läuft alles nach Plan, kann das Bauprojekt rechtzeitig vor der Wintersaison im November abgeschlossen werden. „Die gesamten Arbeiten müssen unter Aufrechterhaltung des allgemeinen Verkehrs durchgeführt werden“, sagt Siemayr. Der Verkehr muss während dieser Zeit einspurig geführt werden. Im Zeitraum von Baubeginn im Mai bis Mitte Juni sowie teilweise ab Ende September ist nur eine einspurige Verkehrsführung durch den Tunnel bzw. die Galerie möglich. Die Verkehrsregelung erfolgt mit der bestehenden Ampelanlage an den Portalen. „In den Sommermonaten sowie großteils auch im Herbst wird der allgemeine Verkehr in Richtung Langen einspurig durch den Tunnel geführt, der Verkehr in Richtung Stuben wird über die Umfahrungsstraße außerhalb der Galerie bzw. des Tunnels umgeleitet“, so der Verkehrsexperte.

8,1 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das Projekt, das im kommenden Jahr mit der Erneuerung der elektromaschinellen Ausrüstung seinen Abschluss findet, belaufen sich auf 8,1 Millionen Euro.