Friday for Future: Vorarlberger Schüler gehen fürs Klima auf die Straße

Vorarlberg / 24.05.2019 • 17:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
VN/PAULITSCH

Rund 500 Schülerinnen und Schüler demonstrierten in Bregenz, um auf die Brisanz der Umweltkrise aufmerksam zu machen. Unterstützung erhielten sie diesmal auch von Erwachsenen, den Parents for Future.

Bregenz Demonstrieren gehört mittlerweile schon ein bisschen zu Vorarlberg. Spätestens seitdem Greta Thunberg medial präsent ist, gehen Jugendliche weltweit Freitag für Freitag gegen das Versagen der Klimapolitik auf die Straße. Wie ein Lauffeuer hat sich das Bewusstsein für das Klima und die Umwelt nach dem Motto System Change, not Climate Change unter jungen Menschen verbreitet.

Auch in Vorarlberg streikten am Freitag laut Polizeiangaben in Bregenz rund 500 Schüler, um auf die brisante Lage der Umwelt aufmerksam zu machen. Die Jugendlichen haben viele Gründe, um in den Schulstreik zu gehen: für das Klima, für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, gegen Plastik, generell gegen Umweltverschmutzung.

„EU-Wahl ist auch Klimawahl“

Der Aufforderung sind viele gefolgt, es war kaum mehr ein Durchkommen möglich in der Bregenzer Bahnhofstraße. Mit bunten Plakaten und einprägsamen Botschaften bewegten sich die jungen Menschen vom Bregenzer Bahnhof zum Landhaus. „Fridays for Future ist eine internationale Bewegung, denn die Klimakrise kann nur gelöst werden, wenn Politiker auf der ganzen Welt zusammenarbeiten und dem ein Ende setzen. Unser Hauptziel ist ein Umdenken der Politiker“, erklärt Aaron Wölfling, Mitorganisator und Schulsprecher des BORG Lauterach. Kurz vor der EU-Wahl wollen die Organisatoren darauf aufmerksam machen, dass die EU-Wahl auch eine Klimawahl ist.

Die Parents for Future wollen die Jugendlichen unterstützen. VN

Eltern zeigen sich solidarisch

Neu bei dieser war übrigens die Bewegung Parents for Future, das sind nicht nur, aber auch Eltern, die die Anliegen der Jugendlichen unterstützen möchten. Seit zwei Wochen gibt es die Initiative in Vorarlberg: „Wir Eltern machen das gerne, einerseits weil wir ein schlechtes Gewissen haben, andererseits freuen wir uns wahnsinnig, dass durch diese Bewegung das unsers Erachtens nach wichtigste Thema ganz vorne auf der Tagesordnung steht“, erklärt Markus Hämmerle. Der Lustenauer ist pensionierter Biologieprofessor und steht den jungen Menschen bei wissenschaftlichen Fragen zur Seite.

Thunberg kommt nach Österreich

Auch die 16-jährige Greta Thunberg, Klimaschutzaktivistin aus Schweden, rief nun Erwachsene zu einem globalen Generalstreik auf. Am Dienstag wird Thunberg übrigens auf den Wiener Heldenplatz kommen. Dort wird sie beim Austrian World Summit gemeinsam mit Gastgeber Arnold Schwarzenegger eine frei zugängliche Rede halten. VN-DPF, MIH

Warum nimmst du an der Fridays for Future-Demo teil? Und was machst du für den Umweltschutz?

Maximilian Martin, 19, Dafins: „Für mich ist Klimaschutz ein wichtiges Thema. Ich versuche mich möglichst ökologisch fortzubewegen, also mit Bus und Bahn. Zudem versuche ich so viel wie möglich an Energie und Verpackungen zu sparen. Ich erhoffe mir, dass die Demo Aufmerksamkeit für dieses Thema erweckt.“
Lukas Klemm, 18, Hard: „Das ist die erste Demo, an der ich teilnehme. Ich glaube, es bewirkt schon etwas, auch weil es heute direkt vor der EU-Wahl ist. Ich persönlich schaue, dass ich keinen Müll produziere und diesen ansonsten sorgfältig entsorge.“
Magdalena Walch, 17, Rankweil: „Ich bin hier, weil ich möchte, dass die Politik etwas bezüglich Klimaschutz vorwärts bringt. Ich selbst schaue, dass ich meine Strecken so gut wie möglich mit dem Fahrrad fahre und kaum Plastik verbrauche. Auch meinen Fleischkonsum verringere ich derzeit. Es ist besser an der Demo teilzunehmen, als gar nichts zu tun.“
VN/Paulitsch
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