So hat Vorarlberg gewählt: Alle 96 Gemeinden auf einen Blick

26.05.2019 • 22:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vorarlbergs Wählerschaft sorgte bei EU-Wahl für deutliche Stimmenzuwächse für die Volkspartei. VN/Steurer
Vorarlbergs Wählerschaft sorgte bei EU-Wahl für deutliche Stimmenzuwächse für die Volkspartei. VN/Steurer

Neos und Sozialdemokraten legten bei EU-Wahl in Vorarlberg leicht zu, Einbußen für Freiheitliche.

Bregenz Die Vorarlberger haben am Sonntag ihr Votum zu Europa abgegeben. Eines gleich vorweg: die Volkspartei mit Landesparteichef und LH Markus Wallner darf sich auch im westlichsten Bundesland zum Sieger küren. Wenn auch knapp zehn Prozent an Briefwahlstimmen noch ausgezählt werden müssen: Die Türkisen gewannen in der Wählergunst beinahe sieben Prozent dazu und liegen landesweit bei mehr als 35 Prozent. Bei den Türkisen wird das gute Abschneiden sowohl auf die landesweit deutlich gestiegene Wahlbeteiligung als auch auf die starke Präsenz ihrer Kandidaten zurückgeführt. Unter Insidern sorgte das Abschneiden der Vorarlberger Freiheitlichen mit Parteichef Christof Bitschi an der Spitze für Verwunderung.

Ernüchterung und Optimismus

Die Blauen mussten trotz des Video-Skandals nämlich lediglich ein Minus von drei Prozenten gegenüber der Europawahl vor fünf Jahren zur Kenntnis nehmen. Ernüchterung und zugleich Optimismus hat sich am Wahlsonntag unter den Vorarlberger Sozialdemokraten mit Landesparteiobmann Martin Staudinger breit gemacht. Während die Roten auf der Bundesebene Einbußen hinnehmen mussten, legten sie im Land in der Gunst der Wählerschaft um beinahe drei Prozentpunkte zu. Auch die Neos mit Landessprecherin Sabine Scheffknecht dürfen sich in Vorarlberg freuen. Sie legten ebenso um knapp drei Prozent zu. Die stärksten Verluste mussten die Grünen als Regierungspartner der Volkspartei auf Landesebene mit einem dicken Minus von 5,95 Prozent zur Kenntnis nehmen.

79 Prozent für Volkspartei in Fontanella

Ein Blick auf die 96 Dörfer und Städte Vorarlbergs macht deutlich, dass in von freiheitlichen Bürgermeistern regierten Kommunen nicht automatisch die Blauen punkten konnten. Beispiel dafür bildet Hohenems. Dort holte die Volkspartei 30 Prozent der Stimmen und die Freiheitlichen von Stadtchef Dieter Egger gerade mal 20. Auch in Fußach hatten die Blauen gegenüber den Türkisen in der Wählergunst das Nachsehen. Getrost als türkise Hochburg kann die Großwalsertaler Gemeinde Fontanella bezeichnet werden. Nicht weniger als knapp 79 Prozent (!) der Wähler machten dort ihr Kreuz bei der Volkspartei. Zahlenmäßig die meisten Wähler weisen die Neos in Schwarzenberg mit mehr als 26 Prozent und in Nenzing mit knapp 25 Prozent auf.

Ernüchterung und Optimismus bei SP

Mit 23 Prozent fuhren die Sozialdemokraten in den Gemeinde Bürs und Innerbraz ihre landesweit besten Wahlergebnisse ein. Die Grünen mit Landesrat Johannes Rauch erbrachten hingegen in den ländlichen Kommunen Düns mit 23 sowie Andelsbuch mit 22 Prozent der Wählerstimmen ihre landesweit besten Resultate. Die Blauen konnten sich in den Montafoner Gemeinden Gaschurn mit knapp 24 sowie St. Gallenkirch mit 23 und Bartholomäberg mit 22 Prozent die höchsten Anteile an Wählerstimmen sichern.