„Vorarlberg auf dem Teller“ will regionale Lebensmittel in Gemeinschaftsküchen bringen

Vorarlberg / 29.05.2019 • 17:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kindergartenleiterin Martina Böckle, Landwirtin Christl Wohlgenannt, Koch Gerhard Nachbauer, LR Christian Gantner und Projektleiterin Anna Hecht bei der Präsentation der Aktion in Klaus. VLK/HOFMEISTER

Aktion forciert ein Mehr an regionalen Lebensmitteln in Großküchen.

Klaus Regional und biologisch, dass sollen mehr Produkte, die in Gemeinschaftsküchen verarbeitet werden, künftig sein. So lautet zumindest das Ziel der 2017 vom Land ins Leben gerufenen Aktion „Vorarlberg auf dem Teller“. „Gutes essen – und damit Gutes tun. Mit dieser Idee stehen Gesundheit und Lebensqualität in unserer Region an erster Stelle“, so Agrarlandesrat Christian Gantner bei der Präsentation der Initiative gestern in Klaus.

Gabeln statt Hauben

Seit Beginn der Aktion setzen bereits zahlreiche Großküchen in Vorarlberg verstärkt auf Regionalität. Je nachdem, wie viele Produkte aus der heimischen Landwirtschaft ihren Weg in die Menüs von Pflegeheimen, Schulen oder Kindergärten finden, werden die Teilnehmer  mit „Gabeln“ ausgezeichnet. In den zwei Jahren schafften das sechs Betriebe. Landesrat Gantner und Anna Hecht, Projektleiterin von „Vorarlberg auf dem Teller“, sind zuversichtlich, die Zahl der Betriebe heuer noch zu verdoppeln.

Unter den prämierten Teilnehmern findet sich auch der Mahlzeitendienst Vorderland rund um Koch Gerhard Nachbauer. Er versorgt unter anderem den Kindergarten in Klaus jeden Mittag mit frisch zubereitetem Essen aus regionalen Produkten. Für ihn liegen die Vorteile auf der Hand: „Wir kennen die gesamte Wertschöpfungskette, vom Fleisch über das Gemüse bis hin zu unseren Milchprodukten. Das gibt uns beim Verarbeiten dieser kostbaren Lebensmittel ein gutes Gefühl.“ Einer der Lieferanten Nachbauers ist der biologisch geführte Spallenhof von Familie Wohlgenannt in Götzis. „Auf diese Weise entstehen zukunftsfähige Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Konsumenten“, erklärt Gantner.

Kleine Botschafter

Das Konzept kommt auch bei den Abnehmern gut an, wie Kindergartenleiterin Martina Böckle bestätigt: „Den Kindern schmeckt es, und sie sind auch eher gewillt, etwas Neues zu probieren.“ Landesrat Gantner sieht ebenfalls einen Vorteil darin, bereits den Kleinsten regionales Essen schmackhaft zu machen: „Die Kinder sollen so nicht zuletzt auch als kleine Botschafter für gesunde regionale Lebensmittel in ihren Familien gewonnen werden.“