Neuer Obmann der Hauskrankenpflege

Vorarlberg / 29.05.2019 • 18:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wolfgang Rothmund, Gaby Wirth, Landesrätin Katharina Wiesflecker und Herbert Schwendinder (v.l.). TF
Wolfgang Rothmund, Gaby Wirth, Landesrätin Katharina Wiesflecker und Herbert Schwendinder (v.l.). TF

Hohenems Nach sieben Jahren an der Spitze des Landesverbandes Hauskrankenpflege (KPV) gab Herbert Schwendinger sein Amt an Wolfgang Rothmund ab. Auf der 38. Generalversammlung am vergangenen Freitag in Rankweil wurde er einhellig zum Ehrenobmann ernannt.

Zuvor aber gab Schwendinger eine eindrucksvolle Bilanz über das vergangene Vereinsjahr, in dem 8293 Personen von 190 Pflegefachkräften VZA unterstützt wurden. So konnte dem Wunsch der meisten Patienten, möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können, entsprochen werden. 61.512 Familien bzw. Haushalte sind landesweit Mitglieder in Krankenpflegevereinen, wobei es laut Schwendinger schwierig ist, den Mitgliederstand zu halten.

„Aus der Tradition Kraft für Neues schöpfen“

Dennoch sei Hauskrankenpflege nicht nur ein Thema für die ältere Generation, die Idee habe auch eine lebendige Zukunft, war der scheidende Obmann überzeugt. Er berichtete auch von einem besonderen Projekt gemeinsam mit der ARGE Mohi und dem Betreuungspool Vorarlberg, einem Entwicklungsprozess, der unter dem Motto „aus der Tradition Kraft für Neues schöpfen“ eine Intensivierung der Zusammenarbeit der ambulanten Dienste auf Ebene der Landesverbände im Focus habe.

Die Pflege sei schon lange Zeit ein Dauerthema in der öffentlichen Diskussion, so Hauskrankenpflege-GF Gaby Wirth, wobei der Mangel an Pflegekräften, die Finanzierbarkeit und der Pflegeregress im Zentrum stünden. „Mit dem Vorarlberger System der Hauskrankenpflege durch ehrenamtlich tätige Vereinsfunktionäre, hauptamtliche Pflegekräfte und rund 62.000 Mitglieder landesweit sind wir in Österreich herausragend“, zeigte sich Gaby Wirth stolz auf das Vorarlberger Modell. Allerdings müsse der Umbau der Krankenkassen der besonderen Situation im Ländle gerecht werden.

Der neue Obmann Wolfgang Rothmund (Jg. 1955) steht seit neun Jahren dem KPV Koblach vor und ist seit zwei Jahren auch im Vorstand des Landesverbandes. Er war 14 Jahre Vorsitzender im Zentralausschuss der Landeslehrer, dann Bezirksschulinspektor in Bregenz und ist seit 2017 im Ruhestand. TF