Wälder knacken bei Nächtigungen die Millionenmarke

Vorarlberg / 31.05.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Hotels im Bregenzerwald rüsten weiter auf, wie hier der Adler in Au. STRAUSS

1.022.317 Übernachtungen im Winter: drittbestes Ergebnis der Tourismusgeschichte im Bregenzerwald.

Egg „Der Winter bewegt sich auf einem nach wie vor hohen Niveau, nichtsdestotrotz bedarf es der Bemühungen vieler Akteure, um diese guten Ergebnisse zu erzielen“, fasst Geschäftsführerin Herlinde Moosbrugger die vorläufige Nächtigungbilanz für die Saison 2018/19 zusammen und kann den Winter mit dem drittbesten Ergebnis verbuchen. Nur 0,07 Prozent an Nächtigungen fehlten auf das Vorjahresergebnis, gegenüber dem Winterrekord aus der Saison 2015/16 mit 1,033 Millionen Nächtigungen fehlt ebenfalls nur rund ein Prozent. Im Winter 2018/19 gab es 1.022.317 Nächtigungen, 756 weniger als in der Vorjahressaison.

Ein Wechselbad durch die Saison

Der Saisonverlauf bescherte den Touristikern ein Wechselbad der Gefühle, denn der Start im Dezember war trotz der Schneeprobleme vielversprechend: Plus sieben Prozent standen im Dezember zu Buch, die mit einem Minus von rund 10.000 Nächtigungen im Jänner aber wieder schnell zerrannen. Schneeflut mit Straßensperren und Lawinengefahr zum Jahresanfang machten den guten Start wieder zunichte. Nachdem auch Februar und März nicht an die hervorragenden Ergebnisse aus dem Vorjahr herankamen, musste der späte Ostertermin mit einem starken April die Gesamtbilanz retten.

Und der April hielt, was er versprach: Mit mehr als 81.000 Nächtigungen wurde der April 2018 um fast 15.000 Nächtigungen oder gut 22 Prozent deutlich übertroffen und in der vorläufigen Bilanz fehlten am Ende nur 756 Nächtigungen auf das Vorjahrsergebnis.

Hauptverantwortlich dafür waren die hochalpinen Skizentren. Damüls legte fast 60 Prozent gegenüber April 2018 zu und verzeichnete einen Zuwachs von mehr als 4500 Nächtigungen. Dank der Wälderin war der Zuwachs in Mellau mit 68 Prozent/2400 Nächtigungen noch deutlicher. Au verzeichnete mit einem Zuwachs von mehr als 2500 Nächtigungen (50 Prozent) ebenfalls ein Topergebnis. Mit jeweils 33 Prozent, das sind 2800 Nächtigungen in Warth und 1800 in Schröcken schnitt auch der Tannberg sehr erfolgreich ab. Nur fünf der 22 Gemeinden lagen im April leicht unter dem April-Ergebnis von 2018.

Gesamtergebnis gedreht

Die April-Nächtigungen haben bewirkt, dass in einigen Gemeinden das Gesamtergebnis gedreht werden konnte: Damüls lag per Ende März gegenüber dem Vorjahr noch deutlich zurück, dank dem Plus von 4500 April-Nächtigungen stand unter dem Strich mit 195.000 Nächtigungen gegenüber 2017/18 noch ein Zuwachs von knapp 1200 Nächtigungen. Gleiches Bild in Warth, wo die April-Zuwächse das Gesamtergebnis ebenfalls mit 118.500 Übernachtungen ins Plus drehten.
Von Anfang an auf Zuwachskurs war Mellau, wo „Die Wälderin“ maßgeblich dazu beitragen konnte, das Winter-Ergebnis um mehr als 14.000 Nächtigungen in die Höhe zu schrauben. Mit insgesamt 109.104 Nächtigungen wurde die magische 100.000er- Marke deutlich übertroffen und Mellau hat im Ranking Schoppernau übertroffen.

Hotels rüsten weiter auf

Später Ostertermin – starker April, aber auch gleichzeitig ein schwacher Mai, weil sich einerseits Pfingsten in den Juni verschiebt und viele Hotels ihren Betriebsurlaub im Mai abwickeln. Dies trifft auch auf jene Betriebe zu, die die Zwischensaison dazu nützen, Hotels einem Upgrade, einer Modernisierung oder/und Erweiterung zu unterziehen.

Baukräne stehen bei zahlreichen Hotels – etwa in Damüls, Au, Schröcken oder Warth, wo nicht nur das Großprojekt Pure Resort Warth vor seiner Fertigstellung steht, sondern auch mit dem Bau des Jahrhundertprojekts Biberkopf-neu samt Tiefgarage und Dorfplatzgestaltung begonnen wurde. Auch der Warther Hof ist bis weit in den Sommer hinein eine Großbaustelle. Bis 29. August wird der Eingangsbereich erweitert und neu gestaltet. Es entsteht eine neue Bar und Lounge. Beide neuen Bereiche laden zum Verweilen ein. Herzstück der Baumaßnahmen ist der Umbau der Saunalandschaft. STP