Arbeitseinsatz im Garneratal

Vorarlberg / 02.06.2019 • 16:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Weidepflege im Steilhang ist sehr kräfteraubend.
Die Weidepflege im Steilhang ist sehr kräfteraubend.

Auf der Alpe Garnera packten Freiwillige in ihrem Urlaub kräftig mit an.

Gaschurn Trotz schwieriger Wetterlage arbeitete eine Gruppe von Freiwilligen vergangene Woche unermüdlich daran, die Weiden auf der Alpe Garnera für den Sommer vorzubereiten.

Dabei mussten die Freiwilligen des Bergwaldprojekts Weidepflege Garnera des Österreichischen Alpenvereins jeden Tag einen längeren Anmarsch unternehmen, bevor sie zu ihren Arbeitsflächen kamen und damit beginnen konnten, Steine und Holz, die sich über den Winter auf den Weiden abgelagert hatten, zu entfernen. „Jeder Stein ein Maulvoll Gras“, erklärt Robert, ein erfahrener Bergwaldprojektteilnehmer, die Wichtigkeit dieser Tätigkeit.

Schnee sorgt für Planänderung

Eigentlich war die Arbeitswoche etwas anders geplant. Normalerweise ist um diese Jahreszeit der Schnee schon geschmolzen, die Alpe Garnera ist gut zu erreichen und es gibt jede Menge zu tun, um startklar für den Alpsommer zu sein. Durch die langanhaltende Schneedecke und Schneefall bis spät im Frühjahr ist heuer alles etwas aufwendiger.

Trotzdem hatten sich acht Teilnehmende aus Österreich und Deutschland im hinteren Montafon zusammengefunden, um den Alp­bewirtschaftern bei der Instandhaltung der Weiden zu helfen. Sie alle machten das ehrenamtlich in ihrer Freizeit, aus verschiedensten Motiven. Das körperliche Arbeiten ist ein guter Ausgleich zum Büro, man kann die Bergnatur intensiv erleben und sich vom Alltag entfernen. Gleichzeitig wollten die Teilnehmer auf diese Weise etwas zum Erhalt der alpinen Kulturlandschaft beitragen.

Die Alpbewirtschafter wissen diese Hilfe zu schätzen. „Die schwere Arbeit der Weidepflege teilt sich auf die Schultern von immer weniger Landwirten auf, wir sind deshalb sehr dankbar für die Mithilfe der Freiwilligen“, so Veronika Kartnig, Sennerin im Garneratal und Projektleiterin der Freiwilligenwoche.

An Tagen, an denen wegen des starken Regens die Projektflächen nicht begehbar waren, gab es rund um die Hütte genug zu tun. Trotz der täglichen Arbeit kam aber auch der Spaß bei den Teilnehmern nicht zu kurz.

„Wir sind den Freiwilligen für die Mithilfe bei der Weidepflege sehr dankbar.“

Die Alpe Garnera präsentierte sich im Rahmen des Bergwaldprojekts vergangene Woche noch sehr winterlich.
Die Alpe Garnera präsentierte sich im Rahmen des Bergwaldprojekts vergangene Woche noch sehr winterlich.
Die freiwilligen Teilnehmerinnen sind im Rahmen des Bergwaldprojektes gehörig gefordert. Hier rechen sie Steine aus der Wiese. ÖAV/Albrich
Die freiwilligen Teilnehmerinnen sind im Rahmen des Bergwaldprojektes gehörig gefordert. Hier rechen sie Steine aus der Wiese. ÖAV/Albrich