Stadt Hohenems häuft satte Rücklagen an

03.06.2019 • 16:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die neue Volksschule Schwefel schlug mit 3,75 Millionen Euro zu Buche. 18 Millionen wird sie insgesamt kosten. Stadt
Die neue Volksschule Schwefel schlug mit 3,75 Millionen Euro zu Buche. 18 Millionen wird sie insgesamt kosten. Stadt

2,5 Millionen Überschuss aus Rechnungsabschluss 2018.

Hohenems In ihrer Sitzung am Dienstag vergangener Woche billigten die Stadtvertreter mit 32 : 4 Stimmen den Rechnungsabschluss fürs vergangene Budgetjahr mit Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 50,290 Millionen Euro (+ 13 Prozent im Jahresvergleich). Dabei wurde ein Überschuss von 2,5 Millionen Euro erzielt, der den Rücklagen zugeführt wird. Diese haben per 31. Dezember 2018 den Stand von rund sieben Millionen Euro erreicht und konnten seit 2016 um fast 100 Prozent gesteigert werden.

2018 wurden 11,4 Millionen Euro aufgewendet, was einer Investitionsquote von 22,7 Prozent entspricht. Das meiste Geld wurde für Schulen und Kindergärten in die Hand genommen. Das größte Projekt war mit einem Aufwand von rund 3,75 Millionen Euro die erste Rate für die neue Volksschule Schwefel. Die Stadt Hohenems wird bis zur Fertigstellung rund 18 Millionen Euro ausgeben. Auch die Restkosten für die Generalsanierung der Volksschule Herrenried (218.000 Euro) und erste Investitionen beim neuen Kindergarten Erlach (89.000 Euro) schlugen 2018 zu Buche.

Infrastruktur-Erneuerung

Auch in die Stadtentwicklung wurde im Vorjahr investiert: Für die letzte Bauetappe der Innenstadtgestaltung in der Markstraße als auch für die Erneuerung von Gemeindestraßen fielen Ausgaben in Höhe von rund 2,75 Millionen Euro an. Darüber hinaus erhielt die Feuerwehr ein neues Rüstfahrzeug, wofür rund 670.000 Euro aufgewendet wurden. Die Sanierung und Erweiterung der Kunsteisbahn um 1,32 Millionen Euro, der Neubau des Rettungsheims (363.000 Euro), der Hochwasserschutz, (392.000 Euro), die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung (626.000 Euro), die öffentliche Beleuchtung (226.000 Euro) sowie weitere Aufwendungen belasteten das Budget.

Während sich Bürgermeister Dieter Egger zufrieden mit der „vernünftigen Balance zwischen Zukunftsinvestitionen und soliden Finanzen“ zeigte, lehnten Vize-Bürgermeister Bernhard Amann und drei weitere Emsige den Voranschlag ab, weil die Tourismus & Stadtmarketing GmbH nicht geprüft wurde und die wachsenden Personalkosten beim Posten „Ehrenamt“ mit über 61.000 Euro zu hoch seien – und das ohne Leistungsnachweis. tf

„Es ist uns gelungen, erneut stark in die Modernisierung und Erneuerung zu investieren.“