Vier neue Glocken geweiht

03.06.2019 • 16:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christine mit Hannah, die zum feierlichen Anlass das
Christine mit Hannah, die zum feierlichen Anlass das „Schappale“ trug.

Schoppernau hat nun vier ganz besondere neue Kirchenglocken, Zeitplan für Installierung.

Schoppernau Es schien, als hätte sich ganz Schoppernau auf den Weg gemacht, um das neue Glockengeläut in Empfang zu nehmen und zur Weihe zu begleiten. Bei der feierlichen Prozession machte die Bürgermusik den Anfang, gefolgt von der Feuerwehr, dem Kameradschaftsbund und der Handwerkerzunft.

Mit vier prächtigen Pferdefuhrwerken, die liebevoll gekränzt und mit Zeichnungen der Volksschulkinder und Kindergartenkinder versehen waren, wurden die vier Bronzeglocken zum Kirchplatz kutschiert. Nach dem Einzug in die Kirche und dem Gottesdienst begleiteten Vereine und Festgäste die Pferdefuhrwerke mit den neuen Glocken zum Gemeindeplatz. Dort wurde von Bischof Benno Elbs und Pater Johannes Kolasa die feierliche Weihe jeder Glocke einzeln vorgenommen.

Vier neue Glocken

Moderator Josef Erath erläuterte den versammelten Gemeindebürgern die Inschrift der Glocken und beschrieb deren Größe, Gewicht und geweihte Namen. Die erste Glocke wurde dem heiligstem Herzen Jesu geweiht, sie ist die Sonntagsglocke mit dem Ton g1 und mit 730 Kilogramm und 105 Zentimeter Durchmesser die größte und schwerste Glocke des Bronze-Geläuts. Zuerst wurde von einem Musikanten der Ton g1 gespielt, bevor dann Glockenreferent Raimund Moosmann die Ehre hatte, als Erster die neue Sonntagsglocke anzuschlagen. Die Angeliusglocke, die Werktagsglocke, wurde der Gottesmutter Maria geweiht. Mit 93 Zentimeter Durchmesser und 500 Kilogramm ist sie die zweitgrößte Glocke. Eine Besonderheit bietet ihr Ton a1. Die Moll Oktave soll dem Geläut eine ganz besondere Harmonie verleihen und ist die erste Mollglocke in ganz Vorarlberg. Die Wetterglocke mit 80 Zentimeter Durchmesser und 300 Kilogramm wurde den beiden Kirchenpatronen Philippus und Jakobus geweiht, ihr Ton ist c2. Als vierte und letzte Glocke wurde die Weihe der Totenglocke vorgenommen. Geweiht dem heiligen Josef, dem Patron der Sterbenden, ist sie auf e2 gestimmt und mit einem Durchmesser von 65 Zentimetern und 200 Kilogramm die kleinste Glocke.

Festakt

Anschließend wurde die Bevölkerung in den Franz Michael-Felder-Saal zum Festakt eingeladen. Festreden und Dankesworte wurden ausgesprochen und Ehrengäste wie Bischof Benno Elbs, Pater Johannes Kolasa, Glockengießer Peter Grassmayr, Landtagsvizepräsidentin Martina Rüscher, Regio-Obmann Guido Flatz, Landesrat Bernhard Feuerstein, Altlandesrat Erich Schwärzler und Bürgermeister Walter Beer aufs Herzlichste in Schoppernau begrüßt.

Geplant ist in dieser Woche, die vier Glocken mittels eines Mobil-Krahns im renovierten Glockenstuhl aufzuziehen, bis zum 16. Juni sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein. mam

Musikanten gaben jeweils den Ton an, bevor die Glocke zum ersten Mal angeschlagen wurde.
Musikanten gaben jeweils den Ton an, bevor die Glocke zum ersten Mal angeschlagen wurde.
Marita, Sieglinde, Melanie und Adele vor den neuen Kirchenglocken in Schoppernau. mam
Marita, Sieglinde, Melanie und Adele vor den neuen Kirchenglocken in Schoppernau. mam