Vorarlberger ÖVP-FPÖ-Koalition: Wähler gegen Ausgrenzung

03.06.2019 • 04:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Markus Wallner (r.) kann offenbar besser mit den Grünen. VN/Steurer
Markus Wallner (r.) kann offenbar besser mit den Grünen. VN/Steurer

Keine Mehrheit für Befürworter von Absage an ÖVP-FPÖ-Koalition im Land.

bregenz Mit der vorzeitigen Absage an eine Koalition mit der FPÖ auf Landesebene nach deren Selbstfaller auf Bundesebene scheint ÖVP-Landeshauptmann Markus Wallner einem Gutteil der Vorarlberger Wählerschaft aus der Seele gesprochen zu haben. Wie schon kurz berichtet, gab es in einer vom Marktforschungsinstitut Dr. Edwin Berndt im Auftrag der VN durchgeführten Blitzumfrage unter 500 Wahlberechtigten eine Zustimmung von 47 Prozent, 35 Prozent sprachen sich dagegen aus. FPÖ-Anhänger waren erwartungsgemäß kaum für die Wallner’sche Ansage zu haben (fünf Prozent), Sympathisanten der Grünen und der Neos votierten dagegen in hohem Ausmaß dafür (68 Prozent). Bei SPÖ und Sonstigen lag die Quote bei 58 Prozent, innerhalb der ÖVP-Wähler machte sie 50 Prozent aus.

Gegen Ausgrenzung

Erstaunlich ist laut Edwin Berndt, dass diese Frage relativ vielen offenbar egal ist (18 Prozent). Dieser Anteil verhinderte auch eine absolute Mehrheit für die Befürworter. Am meisten Zustimmung erhielt die Ankündigung von Wallner mit 51 Prozent bei den 44-Jährigen. Laut Berndt sind die Vorarlberger in hohem Maße für Ausgleich, Eintracht, Harmonie und Zusammenarbeit. Zank, Streit, Scharmützel, Zerwürfnisse, Hader und Unfrieden sieht das Volk im Landesparlament hingegen weniger gern. „Ganz augenscheinlich ist man auch gegen Ausgrenzung“, vermutet der Experte aufgrund seiner aktuellen Erhebung. Dies werde nur von einer Minderheit der Wähler wirklich goutiert. Das Motto heiße Einbindung und Zähmung eines ungeliebten Mitbewerbers.