Hochjoch wird zum Abenteuerberg

Vorarlberg / 04.06.2019 • 18:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit zwei Jahren bietet der spektakuläre Klettersteig Hochjoch atemberaubende Ausblicke. SIMO/Kothner
Seit zwei Jahren bietet der spektakuläre Klettersteig Hochjoch atemberaubende Ausblicke. SIMO/Kothner

Ausbau erfolgt in drei Etappen.

Schruns Zwei Jahre lang laufen die Vorbereitungen der Silvretta Montafon (SiMo) hinsichtlich des Ausbaus des Sommerangebots am Schrunser Hochjoch und in der Gaschurner Nova. Rund um die beiden Alpengasthäuser Kapell und Novastuba sollen bis 2021 in drei Ausbaustufen der Abenteuerberg Hochjoch und die Alpenwelt Nova entstehen. „Am Abenteuerberg wollen wir Abenteuer, Bewegung und Flow in Einklang bringen und Lust an der Bewegung anbieten. Das Angebot der Alpenwelt richtet sich an Familie und Kinder, die hier die Eigenarten der Region Montafon erleben“, beschreibt SiMo-Projektleiter Endrik Lengwenat das Konzept. So werden am Hochjoch zu den bestehenden Klettersteigen Hochjoch und Kälbersee in diesem Jahr das Aktivrevier, der Naturkräftepfad und das Seebiotop neu entstehen (siehe Grafik). In der Nova kann man ab heuer vieles über die Montafoner Tierwelt (Braunvieh und Steinschaf) erfahren. Zudem rückt man mit dem Themenweg „Vier Barga“ das Leben der Älpler in den Mittelpunkt.

Nachdem dieser Tage die letzten behördlichen Bewilligungen eingingen, soll es mit dem Aufbau des neuen Angebots nun Schlag auf Schlag gehen. Seit letzter Woche sind bis zu acht Arbeiter mit dem Aufbau der neuen Attraktionen am Berg beschäftigt. „Wir hoffen, bis zum 1. Juli alles abgeschlossen zu haben“, so Lengwenat, der gleichzeitig bereits von der nächsten Ausbaustufe spricht: „Wir sind darum bemüht, das Angebot am Berg organisch wachsen zu lassen.“ So ist für 2020 unter anderem der Umbau des Kapellrestaurants und der Talstation der Hochjochbahn vorgesehen. Fix ist auch die Neuerrichtung eines Hochseilgartens am Intersportgebäude am Berg im kommenden Jahr. „Wir wollen kein Freizeitpark werden“, betont der SiMo-Projektleiter angesichts der weiteren Ausbaupläne. „Eine ‚Möblierung‘ der Alpen wird es bei uns nicht geben“, versichert er. „Daher legen wir bei der Auswahl der Materialien und Farben großen Wert auf natürliche Elemente.“

Über das Investitionsvolumen hüllt sich der Projektleiter in Schweigen. Fakt ist aber, dass es sich um die größte Investition in den Sommertourismus in der Geschichte des Unternehmens handelt.

Seitens der Naturschutzanwaltschaft werden die Vorhaben zwar kritisch gesehen, „da sich die Anlagen großteils im Nahbereich der bestehenden Gebäude befinden, halten wir diese für vertretbar“, sagt Katharina Lins.

„Wir wollen kein Freizeitpark werden. Eine ‚Möblierung‘ der Alpen wird es nicht geben.“