In Zwischenwasser wurde auf Nachbars Bänkle gehockt

04.06.2019 • 15:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch Anja und Amadeus genossen den Bänklehock in Zwischenwasser.Egle
Auch Anja und Amadeus genossen den Bänklehock in Zwischenwasser.Egle

Zwischenwasser Heute etwas aus der Mode gekommen, stand es früher vor fast jedem Haus: Das „Bänkle“. Es war ein Ort der Kommunikation im Dorf unter Nachbarn, Freunden und Verwandten. Ein Umstand, der so manchen Konflikt durch ein offenes Gespräch wohl deutlich besser zu klären wusste, als es heute Einträge in Social Media können. Oft verbrachte man einfach im Gespräch gemeinsam den Feierabend am „Bänkle“.

In Zwischenwasser versuchte man diese Tradition wieder zu beleben, und an insgesamt 16 Standorten in den Ortsteilen Muntlix, Batschuns, Dafins und Buchebrunnen öffneten Bürger ihre Gärten. Eingeladen war dabei jeder, ob Freunde, Bekannte, Nachbarn oder völlig fremde Besucher. Bei einem Glas Wein kommt man sicher näher, es entwickeln sich ungezwungene Gespräche und neue Bekanntschaften, ehe man zum nächsten Bänkle weiterspaziert. Manche Bänklebesitzer tischten darüber hinaus kulinarische Kleinigkeiten auf, oder organisierten sogar eine Livemusik, im Mittelpunkt stand aber der alte Spruch: „Mit am reda, kond d´Lüt zäm“. Jedenfalls eine empfehlenswerte Initiative, die nicht nur in Zwischenwasser, sondern auch darüber hinaus nach Wiederholung schreit. CEG