Thüringerberg steht vor einem der größten Bauprojekte der Gemeinde

Vorarlberg / 04.06.2019 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Großprojekt Wasserversorgung.

Thüringerberg Ab kommendem Herbst will die Gemeinde Thüringerberg eines der größten Projekte ihrer Geschichte vorantreiben, zumindest was Infrastrukturprojekte betrifft. So sollen insgesamt 3,85 Millionen Euro in die Sanierung des Leitungsnetzes, die Anlage des Hochbehälters Kapiescha, die Neuanlage des Hochbehälters Innerberg sowie 7,7 Kilometer an Neuverlegungen investiert werden.

Förderungen

„Das Projekt wurde kürzlich eingereicht. Wenn alles klappt und wir im Herbst mit den Arbeiten beginnen können, sollte das gesame Projekt in vier bis fünf Jahren komplett abgeschlossen werden“, informiert Bürgermeister Willi Müller. Auch würden bereits rund 90 Zustimmungserklärungen der Grundeigentümer vorliegen.
In der ersten der drei Bauphasen sollen bei positivem Bescheid der Notverbund mit Thüringen bis zum Hochbehälter Außerberg, die Errichtung des Versorgungsnetzes im Ortsteil Maiern sowie von der Tankstelle zum Bauland Dünser und die Generalsanierung des Hochbehälters Außerberg durchgeführt werden. Weiter soll dann der Hochbehälter Innerberg neu errichtet werden (siehe Karte), die Gaßneralpquelle neu gefasst und die Hauptleitung vom Innerberg zum Außerberg gelegt werden. In der dritten Bauphase wird dann der Hochbehälter Kapiescha im Nordwesten der Gemeinde mit dem dazugehörenden Leitungsnetz errichtet.
„Mit diesem Infrastrukturprojekt schaffen wir selbst bei einem hohen Wachstum Versorgungssicherheit bis 2040“, sagt Bürgermeister Müller erfreut. Hauptansprechpartner wird dabei Gemeinderat Thomas Groß sein.

Gebührenerhöhung erforderlich

Die Kosten, die für die kleine Berggemeinde sehr hoch sind, werden voraussichtlich mit 47 Prozent gefördert. Der Rest soll dann unter anderem auch über die Erhöhung der Gebühren mitfinanziert werden, wie der Bürgermeister informiert: „Da sind wir jetzt gefordert. Die Gebühren waren hinsichtlich der Wasserkosten bisher unterdurchschnittilch niedrig. Diese sollen jetzt schrittweise angehoben werden.“
Im Rahmen des Projekts sei gleichzeitig auch die Durchführung des neuen Leitungskatasters vorgesehen.