Bluttat von Imst: Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Vorarlberg / 05.06.2019 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seyit K. ist mit einer Berufung der Staatsanwaltschaft konfrontiert.vn/hämmerle
Seyit K. ist mit einer Berufung der Staatsanwaltschaft konfrontiert.vn/hämmerle

Imst, Dornbirn Fünf Jahre unbedingte Haft lautete das Urteil gegen den 20-jährigen Seyit K., der am 13. Mai 2018 einen damals 17-jährigen Lustenauer Tischlerlehrling durch einen Messerstich ins Herz tötete – die VN berichteten. Als absichtliche schwere Körperverletzung mit Todesfolge wertete das Landesgericht Innsbruck die Tat, die sich im Zuge einer Auseinandersetzungen von zwei Jugendgruppen nach einer Veranstaltung auf einem Imster Parkplatz abgespielt hatte. Über die Mordanklage der Staatsanwaltschaft stimmten die acht Geschworenen mit 4:4 ab, was den Angeklagten vor einem Mordurteil verschonte.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil berufen, die Verteidigung gab keine Erklärung mehr ab. Dass die Bluttat noch als Mord qualifiziert wird, ist nicht zu erwarten. Möglich wäre eine Erhöhung der Strafe. Darauf hoffen der Vater des Opfers und dessen Verteidiger Dr. Stefan Denifl. VN-HK