Gutshof Martinsruh soll Biobetrieb werden

Vorarlberg / 05.06.2019 • 19:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der städtische Gutshof Martinsruh an den Mäandern der Dornbirner Ache.
Der städtische Gutshof Martinsruh an den Mäandern der Dornbirner Ache.

Stadt Dornbirn sucht Pächter für Gutshof, die neues Strategiekonzept umsetzen wollen.

Dornbirn Mit einer Fläche von mehr als 50 Hektar zählt der städtische Gutshof zu den großen landwirtschaftlichen Betrieben auf Dornbirner Boden. Nun wird der Hof neu verpachtet. Gesucht wird ein Betreiber, der auf biologischen Anbau setzt, wie es ein neues Strategiekonzept vorsieht.

Martinsruh, im Norden der Stadt an der Dornbirner Ache gelegen, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Es war die Hungerkrise im Ersten Weltkrieg, die die Stadt veranlasste, die feuchten Gebiete zu entwässern und Mais anzupflanzen. Später entstand auf dem Gelände eine der ersten Schweinezuchtanstalten Österreichs. Heute wird vor allem Ackerbau und Viehzucht betrieben, wobei die Milchwirtschaft den Schwerpunkt bildet. Auf den landwirtschaftlichen Flächen werden vorwiegend Futterpflanzen für die Tiere angebaut. Vor etlichen Jahren wurde auch eine Biogasanlage errichtet. Den Stempel drückten dem Betrieb unter anderem die Familien Spiegel und Fetz auf, die lange Jahre als Verwalter tätig waren.

„Zertifizierter Biobetrieb“

Die Stadt als Besitzerin verpachtet den Gutshof unter ganz bestimmten Voraussetzungen, betont Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „Wichtig ist, dass der Betrieb als Ganzes erhalten bleibt. Wir wollen auch, dass er sich zu einem zertifizierten Biobetrieb entwickelt.“ Damit will die Stadt ein Zeichen für ihre Bemühungen um die Förderung den Anbaus von biologischen Produkten setzen. Aufgrund der Beschaffenheit der Flächen ist die Bandbreite der möglichen Bewirtschaftung sehr unterschiedlich und damit eine Herausforderung für den neuen Pächter.

Um die Voraussetzungen für biologisches Wirtschaften zu schaffen, wird die Stadt auch Geld für Investitionen in die Hand nehmen müssen. Vor allem die bestehenden, in die Jahre gekommenen Gebäude sind zum Teil sanierungsbedürftig. Bewerberinnen oder Bewerber für die Führung des städtischen Gutshofes können sich bis
31. August mit einem Betriebskonzept bei der Abteilung Wirtschaft im Rathaus für die Pacht bewerben. HA