In Zwischenwasser nahm man auf Nachbars Bänkle Platz

Vorarlberg / 05.06.2019 • 09:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das gemütliche Zusammensein auf den Bänkle von 16 privaten Haushalten wurde in Zwischenwasser gepflegt. EGLE

Beim Bänklehock in Zwischenwasser saß man in 16 privaten Gärten zusammen: egal ob Familie, Bekannte oder einfach Unbekannte, der Austausch zwischen den Dorfbewohnern wurde gefördert.

Heute etwas aus der Mode gekommen, stand es früher vor fast jedem Haus: das Bänkle. Es war ein Ort der Kommunikation im Dorf unter Nachbarn, Freunden und Verwandten. Ein Umstand, der so manchen Konflikt durch ein offenes Gespräch wohl deutlich besser zu klären wusste als es heute Einträge in Social Media können. Oft verbrachte man einfach im Gespräch gemeinsam den Feierabend ufm Bänkle.

Auch Anja und Amadeus genossen den Bänklehock. Egle
Auch Anja und Amadeus genossen den Bänklehock. Egle

In Zwischenwasser versuchte man diese Tradition neu zu beleben und an insgesamt 16 Standorten in den Ortsteilen Muntlix, Batschuns, Dafins und Buchebrunnen öffneten Bürger ihre Gärten. Eingeladen war dabei jeder, ob Freunde, Bekannte, Nachbarn oder völlig fremde Besucher. Bei einem Glas Wein kommt man sich näher, es entwickeln sich ungezwungene Gespräche und neue Bekanntschaften, ehe man zum nächsten Bänkle weiterspaziert. Manche Bänklebesitzer tischten darüber hinaus kulinarische Kleinigkeiten auf, oder organisierten sogar eine Livemusik, im Mittelpunkt stand aber der alte Spruch: „Bim Reda, kond d´Lüt zäm.“ Jedenfalls eine empfehlenswerte Initiative, die nicht nur in Zwischenwasser, sondern auch darüber hinaus nach Wiederholung ruft. CEG