Reparaturcafé im Walsertal startete den Probebetrieb

Vorarlberg / 05.06.2019 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die ehrenamtlichen Experten des neuen Reparaturcafés Walsertal: Gabriel Türtscher, Willi Martin, Philipp Schneider und Hubert Domig hatten Spaß an den Herausforderungen. SG

Gemeinsam im Auftrag der Nachhaltigkeit.

Raggal Ein kaputter Wecker, ein defekter Wasserkocher oder eine Nähmaschine, die nicht richtig läuft – zu Hause gibt es immer wieder Gegenstände, die nicht mehr ganz funktionieren. Kleine Reparaturen stehen an, die selbst nicht getätigt werden können. Es stellt sich die Frage: „Rentiert es sich wirklich noch zu reparieren?“ Genau diesem Problem widmen sich die Reparaturcafés im ganzen Land. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Ressourcen begrenzt sind und oft mit kleinen Handgriffen Müll vermieden werden kann.

Projektstart

Das Thema Reparaturcafé hat das e5-Energieteam aus dem Großen Walsertal ebenfalls aufgegriffen. Seit zwei Jahren läuft das Projekt und Ende Mai konnten erstmals defekte Kleingeräte beim Reparaturcafé im Rettungshaus in Raggal abgegeben werden. Die vier Fachmänner Hubert Domig, Philipp Schneider, Gabriel Türtscher und Martin Willi standen mit Rat und Tat zur Seite und lösten so manches technische Problem unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Durch die fachkundige Beratung der Ehrenamtlichen und das gemeinsame Arbeiten entwickelte sich Begeisterung für das Reparieren der Geräte. Um die Wartezeit zu verkürzen, servierte das tatkräftige Energieteam Kuchen und Kaffee und lud derweilen oder danach zum gemütlichen Beisammensein.

Vom e5-Team waren Cornelia Studer, Jürgen Katschitsch, Dominik Nigsch und Albert Rinderer beim ersten Reparaturcafé in Raggal im Einsatz.
Vom e5-Team waren Cornelia Studer, Jürgen Katschitsch, Dominik Nigsch und Albert Rinderer beim ersten Reparaturcafé in Raggal im Einsatz.

Zweiter Termin

Albert Rinderer, Leiter des e5-Teams im Biosphärenpark, freute sich sehr über das große Interesse der Bevölkerung an diesem Projekt. Hilfreiche Unterstützung bei der Umsetzung erhielt das Team von den Mannschaften der bestehenden Repaircafés in Thüringen und Nenzing. „Ein Dank gilt auch der Gemeinde und Bergrettung Raggal, welche uns die Infrastruktur zur Verfügung stellen“, so der Teamleiter.
Ein zweiter Termin ist bereits fixiert, nämlich am Samstag, 22. Juni, zwischen 8.30 und 12 Uhr am selben Ort. Danach wird Resümee gezogen und die weitere Projektentwicklung geplant. SG