Bludenz auf Sparkurs

06.06.2019 • 17:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

2018 brachte Rücklagenbildung für Bildungsinvestitionen.

Bludenz „Der Konsolidierungsprozess ist ein ständiger Begleiter in allen budgetären Belangen“, sagt der Bludenzer Finanzstadtrat Gerhard Krump (VP), der gestern der Bludenzer Stadtvertretung den Rechnungsabschluss 2018 vorlegte. Dieser weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von knapp 47,32 Millionen Euro aus. Im Vergleich zu den veranschlagten 47,38 Millionen Euro somit beinahe eine Punktlandung. Dementsprechend wurde der Rechnungsabschluss von der Stadtvertretung mehrheitlich – gegen die Stimmen der SPÖ – beschlossen.

„Wir haben die Pflicht erfüllt“

„Wir haben gespart, Schulden abgebaut und gleichzeitig unsere Pflichtaufgaben erfüllt“, zeigt sich Krump mit dem vorliegenden Ergebnis zufrieden. Trotz des engen Handlungsspielraums konnten auch 2018 wieder beachtliche Investitionen getätigt werden. So wurden im Vorjahr nicht weniger als 36 Prozent der Haushaltssumme investiert. Ungeachtet dessen gelang es 2018, 1,3 Millionen Euro an Rücklagen aufzubauen, freut sich Krump. Hinzu kommt ein Schuldenabbau von weiteren rund 900.000 Euro. Die Rücklagen werden im Hinblick auf die bevorstehenden Ausgaben in der Bezirkshauptstadt dringend benötigt.

„Es ist ein guter Weg beschritten worden“, spricht Clubobmann Wolfgang Maurer vom Koalitionspartner Offene Liste von einem „guten Rechnungsabschluss“. Die gestiegenen frei verfügbaren Mittel seien erforderlich, um die anstehenden großen Aufgaben im Bildungsbereich bewältigen zu können. Ähnlich sieht es auch Joachim Weixlbaumer von der städtischen FPÖ: „Mit dem vorgelegten Zahlenwerk kann man durchaus zufrieden sein, zumal es gelungen ist, Schulden abzubauen und Rücklagen deutlich stärker zu bilden.“

Kritik kommt hingengen aus dem Lager der SPÖ. Deren Fraktionsobmann Bernhard Corn führt nicht getätigte Investitionen als entscheidenden Grund an, dem Rechnungsabschluss die Zustimmung zu verweigern. „Angesichts der Mehreinnahmen wurde der finanzielle Spielraum für zusätzliche Investitionen bei Weitem nicht ausgeschöpft“, kritisiert Corn, der der ÖVP gerade im Bereich Bildung Verzögerung vorwirft. VN-JS

Rechnungsabschluss

Haushaltssumme 47,318 Mill. Euro

Frei verfügbare Mittel 2,258 Mill. Euro

Rücklagenzuführung 1,258 Mill. Euro

Gesamtinvestitionen 14,610 Mill. Euro (davon 11,5 Mill. Euro Val Blu)

Gesamtverschuldung 41,480 Mill. Euro