Bombenattentat beim FC Victoria

Vorarlberg / 06.06.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schützen, Panik, Verhaftungen: Das Spektakel ging unter dem Namen „Resolut 2019“ über die Bühne. vn/Steurer
Schützen, Panik, Verhaftungen: Das Spektakel ging unter dem Namen „Resolut 2019“ über die Bühne. vn/Steurer

Terroralarm in Bregenz. 200 Einsatzkräfte probten den Ernstfall.

Bregenz Ein Knall, Schüsse, Geschrei und jede Menge Blaulicht und Getöse. Am Donnerstagabend bis spät in die Nacht war auf dem Gelände beim FC Victoria buchstäblich der Teufel los. Glücklicherweise nur als realitätsnahes Übungsszenario, doch die Sicherheitslage in Europa ist angespannt. Deshalb proben die österreichischen Sicherheitskräfte einmal im Jahr den Ernstfall. So auch in Vorarlberg.

Die Übungsannahme in Bregenz war eine Kundgebung. Unter den Demonstranten ein Terrorist, der sich in die Luft sprengt. Panik bricht aus. Zwei weitere Terroristen verschanzen sich in einem Gebäude und eröffnen das Feuer auf alles, was sich bewegt. In ihrem Visier vor allem die anwesenden Sicherheitskräfte der Polizei.

Drei Zonen

Es geht los. Risikozonen werden eingerichtet. Eine „heiße“, eine „warme“ und eine „kalte“. In der heißen Zone geht es ausschließlich um die Bekämpfung der Terroristen, in den anderen um die Versorgung und den Abtransport der Verletzten.

Der ganze Bereich ist weiträumig abgesperrt, zivile Fahrzeuge werden umgeleitet. So auch bei der Übung. „Im Ernstfall kann so ein Einsatz tagelang dauern“, sagt Enrico Gesiot von der Einsatzleitung. Bei dem stundenlangen Spektakel in Bregenz nahmen 120 Polizeibeamte, unter ihnen das Einsatzkommando Cobra, 30 Feuerwehrleute, 30 Mitglieder des Roten Kreuzes und fünf Bundesheersoldaten teil. Die Statisten rekrutierten sich aus Polizeischülern. VN-GS