Immer mehr lieben Bus und Bahn

Vorarlberg / 06.06.2019 • 19:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Öffis erfreuen sich steigender Beliebtheit. Auch 2018 wurden wieder mehr Karten für Bus und Bahn verkauft.VN/STEURER
Die Öffis erfreuen sich steigender Beliebtheit. Auch 2018 wurden wieder mehr Karten für Bus und Bahn verkauft.VN/STEURER

4,2 Prozent mehr Jahrestickets, zwei Prozent mehr Fahrscheine verkauft.

DORNBIRN Die öffentlichen Verkehrsmittel erfreuen sich in Vorarlberg steigender Beliebtheit. Das wurde anlässlich der jährlichen Bilanzpräsentation des Vorarlberger Verkehrsverbundes (VVV) deutlich. Die Zahlen steigen in allen Bereichen, was die Verantwortlichen auf die zunehmende Attraktivität des Angebots zurückführen. Ein Teil dieser Attraktivitätssteigerung liegt in der zunehmenden Digitalisierung von Organisation und Kundenservice.

Dank an das Personal

„Danke“ sagte Mobilitäts- und Umweltlandesrat Johannes Rauch (60, Grüne) bei der Präsentation der Zahlen vor allem jenen, die den öffentlichen Verkehr tagtäglich bewerkstelligen. „Die Busfahrer, Lokführer, Zug- und Busbegleiter sind diejenigen, die den Betrieb am Laufen halten. Es ist höchste Zeit, sich einmal bei ihnen herzlich zu bedanken.“

Rauch fühlt sich in seiner Grundhaltung zum öffentlichen Verkehr bestätigt. Die da ist: „Schaffe das Angebot, und dann kommt die Nachfrage.“ Nicht locker lassen möchte Rauch trotz der Regierungsturbulenzen im Bund bei der bereits zugesagten Nahverkehrsmilliarde. Er beschwor das Bekenntnis zur Wende in der Klimapolitik. „Die ist aber nur möglich, wenn es auch zur Wende im Mobilitätsverhalten kommt“, machte der Umweltlandesrat deutlich.

Viele schöne Zahlen

Dem Geschäftsführer des VVV, Christian Hillbrand, blieb es vorbehalten, die erfreulichen Zahlen des Geschäftsjahres 2018 zu verkünden. „Es waren im vergangenen Jahr 72.400 Personen mit VVV-Jahreskarten unterwegs. Das bedeutet ein Plus von 2900 Stück oder 4,2 Prozent. Dazu wurden im Verbundraum Vorarlberg 4,2 Millionen Fahrscheine verkauft. Die anhaltende und weiter zunehmende Nachfrage nach der Jahreskarte ist eine Bestätigung unser kontinuierlichen, auf Qualität ausgerichteten Arbeit“, verweist  Hillbrand nicht ohne Stolz auf eine Entwicklung, die aus Sicht der Verantwortlichen so weitergehen könnte.

Optimaler digitaler Ticketkauf

In Summe wurden 2018 von Gemeinden, Land und Bund rund 120 Millionen Euro in das öffentliche Verkehrssystem investiert. Die Erlöse aus Fahrkartenverkäufen inklusive Schülerinnen-Freifahrt lagen 2018 bei 48,3 Millionen Euro. Von den Körperschaften bewerkstelligte das Land 19 Prozent des Finanzbedarfs, der Bund 27,5 Prozent und die Gemeinden bzw. Regionen 13,5 Prozent.

Stichwort Regionen: Da gibt es in der Region Brandnertal zum Beispiel kommendes Jahr einen Pilotversuch, der vor allem dem Tourismus zugute kommen soll. „Gäste mit Gästekarte fahren in der Region gratis“, verkündete Fridolin Plaickner, Obmann des Landbusses Brandnertal. In puncto Digitalisierung sieht der VVV-Geschäftsführer Hillbrand nicht nur Verbesserungen bei Anschlusssicherheit oder Fahrplanauskunft, er preist vor allem sein jüngstes Baby: die Fairtiq-App. Mit dieser App können Öffi-Kunden den Ticketkauf optimieren und die günstigste Fahrkarte für einen Weg mit einer einfachen Geste am Bildschirm bereitstellen.

Herausforderung Gymnaestrada

Zu einer großen Herausforderung für den öffentlichen Verkehr in Vorarlberg wird die Weltgymnaestrada. Angst macht sie den Verantwortlichen nicht. „Wir erhalten zusätzliche Busse und Zuggarnituren aus anderen Teilen Österreichs und sind gut gerüstet“, sagt Christian Hillbrand.  VN-HK

„72.400 Personen nutzten im Vorjahr Jahreskarten. Das ist ein Plus von 4,2 Prozent.“

VERKEHRSVERBUND 2018

72.400 Personen nutzten Jahreskarten

4,2 Millionen Fahrscheine wurden verkauft

120 Millionen Euro wurden in das Verkehrssystem investiert

48,3 Millionen Euro wurden durch Ticketkäufe erlöst