Korruptionsverdacht gegen Polizisten: Anklage erhoben

Vorarlberg / 06.06.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch Am Landesgericht Feldkirch ist Anklage gegen fünf Verdächtige wegen Korruption eingebracht worden. Der Hauptangeklagte, ein suspendierter Polizist, soll Daten illegal abgerufen und dann gegen Bezahlung in der Drogenszene weitergegeben haben.

Laut der 32-seitigen Anklageschrift soll der suspendierte Polizist im Vorjahr in Österreich und der Schweiz personenbezogene Daten illegal abgerufen und gegen Bezahlung an seine Mitangeklagten weitergegeben haben – an drei Männer und eine Frau, alle aus der Drogenszene. Bei den weitergegebenen Daten soll es sich neben Angaben zu Waffenverboten, Haftbefehlen und Aufenthaltsermittlungen auch um Auskünfte gehandelt haben, ob und wo gewisse Personen ungehindert in die Schweiz oder nach Österreich einreisen können, bestätigt Angelika Prechtl-Marte, Sprecherin des Landesgerichts, auf Anfrage des ORF. Für diese Informationen soll der Polizist von den vier Mitangeklagten 15.000 Schweizer Franken erhalten haben. Laut Korruptions-Staatsanwaltschaft betrifft diese Anklage nur einen Teil der vielen Vorwürfe. So soll der Polizist auch Termine von Razzien an Betreiber illegaler Wettlokale verkauft haben (die VN berichteten).