Mit Fahrrädern und Kinderwagen gegen das Verkehrschaos

Vorarlberg / 06.06.2019 • 20:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Anrainer in den Wohngebieten Letze und Fellengatter legten mit einer Protestaktion kurzerhand den Verkehr lahm. Henning Heilmann
Anrainer in den Wohngebieten Letze und Fellengatter legten mit einer Protestaktion kurzerhand den Verkehr lahm. Henning Heilmann

FELDKIRCH, FRASTANZ Nichts ging mehr gestern an der täglich von vielen Pendlern genutzten Ausweichstrecke über Letze und Fellengatter, nachdem sich Bürger der unter der Verkehrslast leidenden Wohngebiete in Feldkirch und Frastanz zu einer spontanen Anrainer-Protestaktion zusammengeschlossen haben. So wurden private Einfahrten, die als Ausweichfläche missbraucht werden, gesperrt. Als zusätzlicher Protest gingen die Anrainer mit Traktor, Hund und Kinderwagen zur Rush-Hour auf die Straße. Erst als die Polizei die Verkehrsmassen weitläufig umleitete, wurde auf der Straße gefeiert, dass der Transitverkehr lahmgelegt wurde. „Anwohner legen kurze Strecken nur noch mit dem Auto zurück, weil es zu Fuß und mit dem Fahrrad viel zu gefährlich ist. Es ist ein Wunder, dass noch keine folgenschweren Unfälle passiert sind“, erklärt Ralf Greiner, der sich in der Bürgerinitiative engagiert. Die Anrainer wollten mit der Aktion ihren Forderungen Nachdruck verleihen, zum einen ein Überfahrtsverbot zwischen 16 und 19 Uhr sowie weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit und Erschwerung des täglichen Schleichverkehrs. HE