Nenzing setzt auf Mobilitätsverbesserung

06.06.2019 • 16:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Nenzinger Bahnhof ist nicht barrierefrei – das soll sich ändern. EM
Der Nenzinger Bahnhof ist nicht barrierefrei – das soll sich ändern. EM

Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung liegen vor.

Nenzing Um für ein gutes Miteinander auf Verkehrsflächen und für entsprechende Sicherheit zu sorgen, hat die Marktgemeinde Nenzing – und hier der Ausschuss für Verkehr und Mobilität sowie das e5-Team – im vergangenen Herbst eine Bevölkerungsbefragung zum Thema „Mobilität“ gestartet. Knapp 2500 Fragebögen wurden an alle Haushalte verschickt, nun wurden die Ergebnisse präsentiert.

Verkehrsberuhigung bei Schulen

„Als große Problemstellen in Nenzing wurden unter anderem die Bundesstraße und die Bazulstraße genannt. Auch der Bereich um die Volks- und Mittelschule wird als gefährliche Stelle wahrgenommen. Als besonders gefährlich stuften die Umfrageteilnehmer dabei überhöhte Geschwindigkeit und unübersichtliche Stellen ein. Sieben von acht Befragten wünschten sich als Konsequenz eine verkehrsberuhigte Zone um die Schulen – ähnlich hoch auch der Wunsch nach einer entsprechenden Regelung im Bereich des Kindergartens bis zum Dorfplatz in Nenzing-Beschling. In der Parzelle Latz scheinen die Befragten bezüglich verkehrsberuhigender Maßnahmen unterschiedlicher Meinung zu sein: 45 Prozent beantworteten die Frage, ob sie eine Temporeduzierung von 40 auf 30 km/h wünschen, mit „Nein“, 55 Prozent mit „Ja“. Größter Wunsch der Bevölkerung in Gurtis war die Verbesserung in Bezug auf den öffentlichen Verkehr.

Barrierefreier Bahnhof

Über 2000 Bahnkunden werden täglich am Nenzinger Bahnhof gezählt. Für viele Eltern mit Kinderwagen, Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Reisende mit schwerem Gepäck sowie gehbedinderte Menschen ist die fehlende Barrierefreiheit eine tagtägliche Herausforderung. Ein in der Umfrage vielfach geäußerter Wunsch sind deshalb entsprechende bauliche Maßnahmen am Bahnhof. „Die Anregungen und Ideen waren eine wertvolle Hilfe bei der Erstellung eines Aktionsplans zur Steigerung der Attraktivität und Barrierefreiheit des Verkehrs in Nenzing“, nutzen Vizebürgermeister Herbert Greussing und Gemeinderat Johannes Maier die Gelegenheit zum Dank an die Teilnehmer der Mobilitätsbefragung.

„In diesem Aktionsplan finden sich einerseits Sofortmaßnahmen, wie etwa das Zurückschneiden von Hecken, um unübersichtliche Stellen zu entschärfen. Als kurzfristige Maßnahme wird man sich mit der Beleuchtung der Straßenverbindung zwischen Nenzing und Beschling eingehend befassen. Auch verkehrsberuhigte Zonen in den Zentren, insbesondere in Nenzing und Beschling, werden ausführlich bearbeitet. Bei den vielfach genannten Problemstellen Bazulstraße und Bahnhof laufen bereits Projektvorbereitungen“, berichten die beiden Gemeinderäte. „Die Situation in der Bazulstraße soll im Rahmen des Straßenausbaus durch das Land Vorarlberg, welcher im Laufe der kommenden Jahre vorgesehen ist, verbessert werden. Betreffend die Barrierefreiheit am Bahnhof finden Gespräche mit der AG ÖBB-Personenverkehr statt. Ein entsprechender Umbau ist für das Jahr 2025, eventuell sogar für das Jahr 2023, projektiert.“ EM