Rankweil senkt Schuldenstand erneut

Vorarlberg / 06.06.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Rechnungsabschluss wurde am Dienstag im Rathaus in Rankweil einstimmig abgesegnet.MARKTGEMEINDE RANKWEIL

Abschluss bleibt unter Voranschlag, Rücklagenstand erfreulich.

Rankweil Die Rankweiler Gemeindevertretung hat den Rechnungsabschluss für das Jahr 2018 mit einem Gesamtvolumen von 37,87 Millionen Euro einstimmig verabschiedet. Der Finanzhaushalt der Gemeinde ist ausgeglichen. Insgesamt weist der Rechnungsabschluss Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 37,866 Millionen Euro auf – damit liegt das Haushaltsvolumen um 3,14 Millionen Euro (7,65 Prozent) unter jenem des Voranschlags. Der Gesamtschuldenstand der Marktgemeinde samt der ausgegliederten Gesellschaften sank im Jahr 2018 aufgrund der Tilgung von Darlehen von 13,67 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 11,6 Millionen Euro. Damit reduzierte sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 1152 auf nunmehr 978 Euro. „Rankweil hat damit seit mehreren Jahren eine der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldungsraten im Vergleich zu anderen Gemeinden gleicher Größe“, verdeutlichte Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall Ende Mai.

Investitionen im Bereich Kindergärten und Schulen

Rund 5,4 Millionen Euro wurden im Vorjahr in die Hand genommen, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Die größten Investitionen wurden mit 1,8 Millionen Euro im Bereich der Kindergärten und Schulen getätigt. Den Löwenanteil machten dabei die Sanierung der Turnhalle der Volksschule Brederis sowie die Modernisierung des Kindergartens Brederis um rund 1,7 Millionen Euro aus.

Eine der größten Investitionen war die Sanierung des  knapp 40 Jahre alten Turnsaals der Volksschule Brederis. Marktgemeinde
Eine der größten Investitionen war die Sanierung des knapp 40 Jahre alten Turnsaals der Volksschule Brederis. Marktgemeinde

Auch im Bereich Kanalbau wurde kräftig investiert – insbesondere im Betriebsgebiet in Brederis-Paspels. Für einen neuen Industriezubringer sowie die damit verbundene Verlegung von Kanal-, Wasser- und sonstigen Versorgungsleitungen wurden 1,3 Millionen Euro ausgegeben. Finanziert wurden die umgesetzten Projekte durch Eigenkapital.

Erfreulich hoher Rücklagenstand

Positiv auf die Gemeindefinanzen wirkten sich die Einnahmen aus der Kommunalsteuer und aus den Ertragsanteilen – das sind die vom Bund an Länder und Gemeinden zugeteilten Einnahmen – aus. Diese waren deutlich höher als im Voranschlag. Neben anderen Faktoren hatte dies auch Auswirkungen auf den Rücklagenstand, der mit 10,5 Millionen Euro „erfreulich hoch ist“, so Bürgermeisterin Wöß-Krall. Damit liegt der Schuldendeckungsgrad der Marktgemeinde bei 91 Prozent.

„Diese gute Finanzlage lässt uns Spielraum für neue Vorhaben – mein Dank gilt insbesondere meinem Vorgänger Martin Summer, der mit einer verantwortungsvollen Budgetpolitik maßgeblich zu diesem guten Ergebnis beigetragen hat“, betonte Bürgermeisterin Wöß-Krall abschließend.