Ein Projekt sprengt Dimensionen

Vorarlberg / 07.06.2019 • 18:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Dimension der riesigen Kraftwerkskaverne ist erst dann ersichtlich, wenn man die Menschen in der Bildmitte entdeckt. Dabei ist das Kraftwerk in der Silvretta von außen kaum mehr erkennbar. Vkw/Säly
Die Dimension der riesigen Kraftwerkskaverne ist erst dann ersichtlich, wenn man die Menschen in der Bildmitte entdeckt. Dabei ist das Kraftwerk in der Silvretta von außen kaum mehr erkennbar. Vkw/Säly

Eine halbe Milliarde Euro investierten Illwerke VKW in das Pumpspeicherkraftwerk Obervermunt II.

Gaschurn Das Obervermuntwerk II wurde gestern, Freitag, offiziell eröffnet. Es ist zwar „nur“ das zweitgrößte Kraftwerk von Illwerke VKW, aber dennoch war der Bau, der ab 2014 auf der Silvretta erfolgt ist, ein Projekt der Superlative. 500 Millionen Euro investierte das Energieunternehmen, bis zu 500 Personen waren in der Bauzeit gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt. Auf der Bielerhöhe entstand ein eigenes Dorf, in dem viele Arbeiter übernachteten, immerhin wurde im Drei-Schicht-Betrieb jahrelang durchgearbeitet. Die Bauarbeiten sind noch nicht komplett abgeschlossen, die alten Druck­stollen werden noch entfernt. Das Pumpspeicherkraftwerk nutzt die beiden bestehenden Speicher des Silvretta- und des Vermuntsees und kann dank modernster Technik in Sekundenschnelle von Pump- auf Turbinenbetrieb umstellen und so rasch auf Schwankungen bei der Stromnachfrage reagieren.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier betonte Landeshauptmann Markus Wallner, dass mit dem Bau Vorarlbergs eigenständiger Weg in der Energiewirtschaft gestärkt werde. Zudem habe er einen enormen konjunkturellen Impuls geliefert. Im Rahmen der Festivitäten wurde das Engagement der Tunnelpatin Sonja Wallner gelobt. Vorarlbergs First Lady hat jeden am Bau verletzten Arbeiter zu Hause oder im Spital besucht. VN-GMS