Gratulation zum Geburtstag

Vorarlberg / 07.06.2019 • 16:50 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Hohenweiler Am 9. Juni 1930 kam Kaspar Rauch (89) als zweitjüngstes von sieben Kindern in Hohenweiler/Koo zur Welt. Die Eltern betrieben eine kleine Bauernschaft, wo noch alles von Hand gemacht wurde. Kaspar wuchs in einer religiösen Familie auf und musste jeden Morgen noch vor der Schule in die Messe. Mit fünfzehn begann für Kaspar das Arbeitsleben bei einem Großbauern. Mit siebzehn kam er in die Landwirtschaftsschule Mehrerau. In den Sommerferien arbeitete er in der Landwirtschaft Rheinhof in Hohenems und wurde im Josefsheim verpflegt. Nach dem Schulabschluss erhielt Kaspar Arbeit in Gossau in der Schweiz. Auf dem Weg dorthin erblickte er zum ersten Mal Schokolade. Der Arbeitstag begann um 5 Uhr morgens im Stall, um 7 Uhr gab es Frühstück. Es war viel Arbeit, aber dafür gab es auch reichlich zu essen. Seinen Lohn schickte er nach Hause. Nach einem halben Jahr wechselte er nach Flawil in eine Landwirtschaft. Nach vier Jahren im Ausland zog es Kaspar wieder nach Hause, der Mutter ging es nicht so gut und so übernahm er den Haushalt.Kaspar fand Arbeit in der Mosterei Fröhlich in Rankweil, später folgte das Kloster Gwiggen, dessen landwirtschaftliches Anwesen wieder in Gang gebracht werden musste.

Kaspar übernahm vom Vater die Obmannschaft des Bauernbundes. Neue Bürgermeisterwahlen standen an. Kurz davor erlag der Amtierende einem Herzinfarkt und Kaspar wurde zur Übernahme überredet und hatte dieses Amt 22 Jahre inne. Am 8. Jänner 1956 lernte Kaspar bei einer Veranstaltung Ferdinanda Gmeiner aus Hörbranz kennen, 1958 wurde geheiratet. Kaspar renovierte im Kloster Gwiggen das Untergeschoß, welches dann zu ihrem Heim wurde. Zwei Söhne und drei Töchter waren dem Paar beschieden. Nach dem fünften Kind bauten sie ihr Eigenheim im Oberdorf. Sie führten ein schönes Familienleben und erfreuten sich an vielen Wanderungen. Inzwischen hat Sohn Elmar beim Elternhaus noch ein Stockwerk dazu gebaut, Sohn Arno wohnt in einem Nebenhaus. Die Töchter wohnen in Bregenz, Dornbirn und Erlangen, und mittlerweile kann sich Kaspar über acht Enkelkinder freuen. Leider musste Kaspar diesen Jänner den Verlust seiner geliebten Frau hinnehmen. Jeden Tag macht er einen Spaziergang und besucht ihr Grab. Kochen und andere Arbeiten macht er noch selbst, die Gartenarbeit hat er aber abgegeben. Er ist zufrieden, auch wenn es ihn schmerzt, dass einiges unwiederbringlich verloren gegangen ist. Der Jubilar hofft, dass er gesund bleibt, um weiterhin so agil zu bleiben. Herzliche Gratulation zum hohen Geburtstag!

Hörbranz Als sechstes von insgesamt neun Kindern der Eheleute Johann und Katharina Feßler kam Walter Feßler (75) am 10. Juni 1944 in Hörbranz zur Welt. Die Eltern betrieben nebenher eine kleine Landwirtschaft, der Vater hat lange als Wagner bei der Firma Deuring gearbeitet. Er habe eine schöne Kindheit gehabt, so Walter, sie haben Baumhütten gebaut, am Waldrand und an einem Wildbach mit Wasserfall gespielt und konnten im Winter nahe dem Wohnhaus rodeln. Schon mit 14 Jahren arbeitete Walter in der Landwirtschaft, bis er mit achtzehn beim Militär einrücken musste. Nach der Militärzeit setzte er seine Geschicklichkeit und Vielseitigkeit am Bau als Spengler auf Flachdächern und als Autopfleger ein. An einem zugigen Arbeitsplatz bei einer Waschbetonfirma in Hohenems zog sich Walter eine doppelte offene TBC zu, womit er längere Zeit gesundheitlich zu kämpfen hatte. In Hohenems lernte Walter Rosmarie Lang, geb. Schöpf, kennen und alsbald lieben. Rosmarie, sie war zuvor geschieden worden, brachte vier Kinder mit in die Beziehung, und die Familie erweiterte sich bald um weitere drei eigene Kinder. Viel zu früh verlor Walter 1983 seine Rosmarie, die damals erst 36 Jahre alt war. Es war nicht einfach, sich als alleinerziehender Vater um die große Kinderschar zu kümmern. Trotzdem stehen heute alle fest und sicher im Leben, darauf ist der Jubilar stolz. Inzwischen freut er sich über bereits fünf Enkelkinder. Walter ist sehr gesellig, pflegt guten Kontakt mit seinen Familienmitgliedern, Kindern und Geschwistern, den Hausmitbewohnern, Freunden und Bekannten. Er fährt gerne mit dem Rad und hat viel Freude an den verschiedensten Pflanzen, die in seinem Heim unter seinen Händen gut gedeihen. Auch die Brennholzaufbereitung für seinen Kachelofen nimmt er gerne selbst in die Hand. Sein Jubiläum feiert er bei der Tochter in Arbon/CH. Walter wünscht sich, dass es mit der Gesundheit so bleibt, sodass er noch weiterhin viel unternehmen kann. Dem Jubilar alles Gute zum Geburtstag und noch viele erfüllte Lebensjahre!