Grüne kommen nicht zur Ruhe

Vorarlberg / 07.06.2019 • 19:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Am 25. April leitete Schrattenthaler noch die Wahl zur Landesliste. VN/Hartinger
Am 25. April leitete Schrattenthaler noch die Wahl zur Landesliste. VN/Hartinger

Nächster Abgang: Der Landesgeschäftsführer muss gehen.

Bregenz Er war gekommen, um zu helfen. Im April 2018 wurde Lukas Schrattenthaler als neuer Landesgeschäftsführer der Grünen präsentiert. Er sollte sich der Neuaufstellung der Partei und den Wahlkampfvorbereitungen widmen, erklärte Parteichef Johannes Rauch damals. Diesen Job darf er aber nicht mehr beenden. Wie Schrattenthaler auf VN-Anfrage bestätigt, wurde er in der Vorwoche gekündigt. Damit ist er der zweite prominente Abgang in kurzer Zeit: Klubchef Adi Gross hat sich vor wenigen Wochen verabschiedet, nachdem es zu Differenzen kam.

Parteichef Rauch habe den Rauswurf mit fehlendem Vertrauensverhältnis begründet, sagt Schrattenthaler. Seinen Job übernimmt Jessica Bösch, die bis dato die Geschicke der Grünen Wirtschaft leitete. Ihr Ziel sei es, das Ergebnis der Grünen bei den nächsten Wahlen zu halten oder zu verbessern, erklärte sie der APA. Schrattenthaler soll sich mit unpopulären Entscheidungen wenig Freunde gemacht haben. Er lebt seit drei Jahren in Vorarlberg und war zuvor Unternehmensberater mit Schwerpunkt Krisen- und Projektkommunikation. Unter anderem leitete er die Kommunikation der Neos auf Bundesebene.

Die Parteispitze wollte sich nicht dazu äußern. Die stellvertretende Klubobfrau Nina Tomaselli verwies auf Parteichef Rauch, dieser wiederum war nicht zu erreichen. Aus seinem Büro hieß es lediglich: „Das Dienstverhältnis war bis Sommer 2020 befristet, wir haben die Option einer frühzeitigen Auflösung in Anspruch genommen.“ Nachsatz: „Mehr gibt es nicht zu sagen.“ Bleibt Bösch länger? Antwort: „Sie ist Landesgeschäftsführerin.“ Erst 2014 übernahm Juliane Alton die Geschäftsführung von Cornelia Bösch, Schrattenthaler beerbte Alton im Vorjahr. Nun übernimmt also die Nächste. VN-mip