Lehrerinitiative will aktive Bildungsministerin

Vorarlberg / 07.06.2019 • 19:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Die Vertreterinnen und Vertreter der Vorarlberger Lehrerinitiative (VLI) geben sich mit den Ankündigungen der neuen Bildungsministerin Eliisa Rauskala nicht zufrieden. Diese hatte angekündigt, sie wolle „die Gesetze nach bestem Wissen und Gewissen vollziehen und für Stabilität sorgen“.

Die VLI hingegen fordert eine gestaltende Ressortchefin. So meint Lehrersprecher Gerhard Pusnik zur Strategie von Rauskala: „Nur verwalten und Gesetze vollziehen ist uns eigentlich zu wenig, gerade im Bildungsbereich. Denn: Die Vorgängerregierung hat zu viele Gesetze, die rein parteipolitisch und ideologisch motiviert waren, durchgedrückt.“ Eine Expertengruppe solle sich gleich daran machen, „den Sanktions- und Bestrafungskurs im Bildungsbereich zu beenden“, meint der AHS-Lehrer.

Kollegin Katharina Bachmann, Sprecherin der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, schließt sich Pusniks Haltung an. „Es braucht Reformen, die in der großen Koalition unter SPÖ-Ministerinnen und den Modernisierungsverweigerern der ÖVP jahrzehntelang nicht möglich waren“, fordert Bachmann ein Umdenken.

Eine Prüfung aller von türkis-blau erlassenen Gesetze und Verordnungen der letzten eineinhalb Jahre im Bildungsbereich sei im Hinblick auf pädagogische Auswirkungen, Fairness und Solidarität notwendig, sind sich die beiden Lehrervertreter einig.

Nachsatz: „Es gibt neben der ‚geordneten Verwaltung der Staatsgeschäfte‘ noch viel zu tun .“ VN-HK

„Nur verwalten und Gesetze vollziehen ist uns im Bildungsbereich zu wenig.“