Promidichte und Brüskierte

07.06.2019 • 16:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Übergangskanzlerin Brigitte Bierlein wird am roten Teppich vor dem Bregenzer Festspielhaus erwartet. VN
Übergangskanzlerin Brigitte Bierlein wird am roten Teppich vor dem Bregenzer Festspielhaus erwartet. VN

Überschaubar Die Promidichte in Sachen Bundesregierung wird sich bei der Eröffnung der Festspiele am 17. Juli erstmals im überschaubaren Rahmen halten. Als fixe Gäste gelten Bundespräsident Alexander Van der Bellen (75) mit Doris (55), sie haben bereits zugesagt. Nachdem sich derzeit eine Übergangsregierung in Amt und Würden befindet, hat das Land mit LH Markus Wallner (51, VP) erstmals nur vier Regierungsmitglieder zur Eröffnung geladen. Und zwar Kanzlerin Brigitte Bierlein (69), Vizekanzler Clemens Jabloner (70) sowie Finanzminister Eduard Müller (56) und Kulturminister Alexander Schallenberg (49). Ob das prominente Quartett der Einladung Wallners folgen und geschlossen über den roten Teppich schreiten wird, steht noch nicht fest.

 

Nach der Wahl ist vor der Wahl Dass dieses Motto für die Nationalräte so schnell wieder gelten wird, hätten sie wohl nicht geahnt. Nach 2017 findet auch 2019 eine Parlamentswahl statt. Spitzenkandidaten von damals bringen sich abermals in Stellung. Gerald Loacker (45, Neos) möchte ebenso wie Reinhold Einwallner (46, SP) neuerlich ins Hohe Haus. Reinhard Bösch (62, FP) ist auch für eine weitere Periode bereit, will aber die Entscheidungen der Gremien abwarten. In der VP ändert sich ebenfalls nichts. Für den Regionalwahlkreis Nord tritt Norbert Sieber (50) wieder an, für jenen im Süden Karlheinz Kopf (61). Landesspitzenkandidatin wird erneut Martina Ess (38). Sie hatte 2017 das Mandat verpasst, ist später aber Edgar Mayer (65) im Bundesrat nachgefolgt. Bei den Grünen endet die Bewerbungsfrist am 19. Juni. Landtagsabgeordneter Nina Tomaselli (34) werden Ambitionen nachgesagt, sie sitzt bereits im Bundesparteivorstand.

 

Übergangen Das vom Schrunser Unternehmer Guntram Jäger (64) für den Bau einer neuen Firmenzentrale in Bludenz erworbene Grundstück sorgt für Debatten. Hubert Bertsch (62), Chef des gleichnamigen Kesselexperten, hat sich über den Deal der Stadt mit Jäger alles andere als erfreut gezeigt und fühlt sich übergangen. Das Grundstück befindet sich nämlich zwischen Firmenzentrale und Elternhaus von Bertsch. Stadtchef Mandi Katzenmayer (68, VP) soll Bertsch „nicht einmal gefragt“ haben, ob er und nicht Jäger die Fläche erwerben möchte. Der Bürgermeister ist bei Bertsch kein Unbekannter: Katzenmayer stand vor seiner Karriere als Kommunalpolitiker über Jahre als Mitarbeiter auf der Gehaltsliste beim Kesselbauer. Bertsch fühlt sich offenbar brüskiert und soll bereits reagiert haben: Markierungen von Parkflächen, die er bislang der Stadt im Bereich des Stadtsaals zur Verfügung stellte, sollen entfernt und das Gelände mit einer Fahrverbotstafel versehen worden sein.

„Heinz ist das Rudeltier, der absolute Menschenfreund, der sich arglos wie ein junger Welpe benimmt.“Philippa Stracheweiß ein gutes Platzerl für den Gatten Heinz-Christian

„Heinz ist das Rudeltier, der absolute Menschenfreund, der sich arglos wie ein junger Welpe benimmt.“

Philippa Strache

weiß ein gutes Platzerl für den Gatten Heinz-Christian

„Jetzt hat sich zum ersten Mal gezeigt, dass er kein Grüß-Onkel, sondern ein massiver Player ist.“Ludwig AdamovichLangjähriger Bundespräsidenten-Berater über seinen aktuellen Chef

„Jetzt hat sich zum ersten Mal gezeigt, dass er kein Grüß-Onkel, sondern ein massiver Player ist.“

Ludwig Adamovich

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„Die Österreichische Volkspartei ist wie die Europäische Union - in Vielfalt geeint.“Othmar Karas, VPFür den EU-Spitzenkandidaten ist die ganze Welt schwarz-türkis

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Für den EU-Spitzenkandidaten ist die ganze Welt schwarz-türkis