Mitmachen im Einsatz für fairen Handel

Vorarlberg / 10.06.2019 • 19:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fairtrade bedeutet gesunde Lebensmittel aus kleinbäuerlichen Strukturen und unterstützt Kleinbauern im globalen Süden. TINEKE D‘HAESE
Fairtrade bedeutet gesunde Lebensmittel aus kleinbäuerlichen Strukturen und unterstützt Kleinbauern im globalen Süden. TINEKE D‘HAESE

In Vorarlberg geben Fairtrade-Schulen und -Gemeinden bereits gute Beispiele.

RANKWEIL Rankweil ist bereits eine Fairtrade-Gemeinde. Auch die BHAK Bregenz und die HLW Marienberg sind jeweils ausgezeichnete Fairtrade-Schulen und damit Teil einer internationalen Bewegung. „Das Klimabündnis Tirol und Vorarlberg koordinieren die Arbeit zum Thema fairer Handel im Projekt ,Besser vernetzt im Westen‘ und rufen neben Schulen und Gemeinden auch Betriebe dazu auf, Fairtrade mehr Bedeutung beizumessen“, informiert Gabriele Greußing vom Klimabündnis Vorarlberg.

„Nicht nur die Verwendung von Fairtrade-Produkten, sondern auch die Bewusstseinsbildung in der Zivilgesellschaft für den fairen Handel stehen hier im Fokus der Bemühungen. Unternehmen können einen wichtigen Beitrag leisten und viel zur Bewusstseinsbildung beitragen. So wird zudem ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gemacht, besser bekannt als SDGs. Diese fordern beispielsweise Maßnahmen gegen Armut und Hunger sowie den Klimawandel ein und machen sich für die Förderung von nachhaltigem Konsum stark. Ziele, die sich mit denen des fairen Handels decken. Fairtrade setzt sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen im globalen Süden ein.“

Kleinbauern fördern

„Weltweit gibt es rund 500 Millionen Kleinbauernfamilien, die etwa 80 Prozent aller weltweit konsumierten Lebensmittel produzieren. Mehr als 1,5 Millionen Bäuerinnen und Bauern, zusammengeschlossen in Genossenschaften, sind mittlerweile Teil des Fairtrade-Systems“, führt Greußing aus.

„Dieses steht unter anderem für verbindliche Regeln, die sogenannten Fairtrade-Standards. Darin enthalten sind soziale, ökonomische und ökologische Richtlinien. So profitieren die Produzentenorganisationen von einem Fairtrade-Mindestpreis, der als Sicherheitsnetz gegen schwankende Marktpreise nach unten dient und einer zusätzlich bezahlten Fairtrade-Prämie, die in Gemeinschaftsprojekte investiert wird. Die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut ist bei Fairtrade verboten, der Bio-Anbau wird hingegen gefördert. Alle Fairtrade-Produzentenorganisationen investieren zudem in Umweltschutzmaßnahmen. So werden beispielsweise Schritte gegen Bodenerosionen gesetzt oder Schulungen zum Umgang mit Düngemitteln angeboten. Das trägt zum Umweltschutz bei und macht Fairtrade zu einer nachhaltigen Alternative auf vielen Ebenen.“ VD

„Auch Unternehmen können einen wichtigen Beitrag leisten.“

Klimabündnis Vorarlberg: 0664 1131590, Mail: vorarlberg@klimabuendnis.at, www.klimabuendnis.at; Fairtrade: https://vorarlberg.klimabuendnis.at/