Umweltschutz und Inklusion

Vorarlberg / 10.06.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schüler und die Lebenshilfe gemeinsam im Einsatz für den Umweltschutz.
Schüler und die Lebenshilfe gemeinsam im Einsatz für den Umweltschutz.

Mittelschule und Lebenshilfewerkstatt Hörbranz im Einsatz für die Umwelt.

Hörbranz Schüler und Lehrer der Mittelschule Hörbranz sowie die Lebenshilfewerkstatt Hörbranz  stellten ihre Zeit der „Umweltwoche 2019“ zur Verfügung und bastelten weit über 100 Vogelhäuschen, Insektenhotels und Fledermauskästen. Initiiert wurde die Leiblachtaler Artenvielfaltskampagne in Hörbranz von Thomas Filler. Dabei stellten zweite und dritte Klassen der Mittelschule ihr handwerkliches Geschick unter Beweis und unterstützen die Umweltaktion. Am Freitag waren dann auch alle Leiblachtaler zum gemeinsamen Wohnungsbau für Tiere eingeladen, und über 30 Erwachsene nutzten diese Gelegenheit.

Gelebte Inklusion

Unterstützt und vorbereitet wurde die Aktion von der Lebenshilfe Hörbranz unter der Leitung von Karl Seeberger. Die Holzteile und Strohhülsen wurden von Menschen mit Beeinträchtigungen vorgefertigt. In der Werkstätte der Lebenshilfe Hörbranz im Ecopark wurde dann fleißig geschraubt, genagelt und gebohrt. Jugendliche, Lehrer, Lebenshilfebegleiter und Menschen mit Behinderung arbeiteten hier ganz selbstverständlich neben- und miteinander.

Die Jugendlichen zeigten großes Interesse am Umweltschutz. Dies bewies sich, als in kleinen Gruppen von Umweltausschussobmann Thomas Filler den Interessierten der Zusammenhang zwischen Insekten, Pflanzen, Lebensmitteln und unserem Leben nähergebracht wurde. Zudem wurden viele praktische Beispiele, die fast jeder unkompliziert umsetzen kann, vorgestellt. So sind Naturhecken mit Hasel, Weißdorn, Schlehe oder Kornelkirsche wertvolle Nährpflanzen, und schon kleinere Naturgärten können Zufluchts- und Lebensräume für Insekten, Vögel und Igel bieten.

Wertvolle Erfahrungen

Die selbstgebauten Nistkästen und Insektenhotels konnten zum Selbstkostenpreis von den Erbauern mitgenommen und daheim aufgebaut werden. Die Aktion wurde auch von der Gemeinde Hörbranz unterstützt, die jeweils die Hälfte der Materialkosten übernommen hat. Schüler und Lehrer, Lebenshilfebegleiter und Helfer sowie die Lebenshilfewerkstatt Hörbranz stellten ihre Zeit und ihre Erfahrung in den Dienst des Umweltschutzes. Zudem wurde Gelegenheit geboten, Menschen mit Beeinträchtigungen persönlich kennenzulernen. So wurden gleich zwei wichtige Lebenserfahrungen für junge Menschen zusammengeführt. chf

Schüler des 2c der Mittelschule Hörbranz, Karl Seeberger (l.), Thomas Filler (2. v. l.) und Martin Gmeiner (2. v. r.).
Schüler des 2c der Mittelschule Hörbranz, Karl Seeberger (l.), Thomas Filler (2. v. l.) und Martin Gmeiner (2. v. r.).