Ideen schmieden für gemeinnützige Zwecke

Vorarlberg / 11.06.2019 • 18:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Reger Austausch herrschte bei der Premiere der Projektschmiede im Stadthaus 38. BI
Reger Austausch herrschte bei der Premiere der Projektschmiede im Stadthaus 38. BI

Premiere für die Bludenzer Projektschmiede im Stadthaus 38.

Bludenz „Der Sinn der Projektschmiede ist es, spannende Projekte und Initiativen zu unterstützen“, sagt Stefan Lins vom Büro für Zukunftsfragen anlässlich der ersten Projektschmiede in Bludenz. „Das Format soll als offener Lern- und Begegnungsort gesehen werden, wo man sich kennenlernen und vernetzen kann – ein Ort der gelebten Zusammenarbeit“, beschreibt Lins.

Die Projektschmiede findet bereits seit 2015 zwei Mal in der Woche in Bregenz statt. Gemeinsam mit den Städten Dornbirn, Feldkirch und Bludenz soll dieses Format noch stärker kommunal verankert werden. Eine Ausweitung in den Bregenzerwald und ins Klostertal ist ebenfalls angedacht. „Bürger können im Rahmen der Projektschmiede zwanglos zusammenkommen, um gemeinschaftlich an Projekten zu arbeiten und neue Wege der Zusammenarbeit auszuprobieren“, zeigt sich Kulturstadtrat Christoph Thoma begeistert.

Nikola Bartenbach und Jasmine Türk vom Kulturamt der Stadt Bludenz hatten bereits im Vorjahr die Ausbildung „Art of hosting“ als Vorbereitung für die Initiierung des Projekts in Bludenz absolviert. Bei der ersten Zusammenkunft wurden zwei Themenbereiche diskutiert. Zum einen wie Menschen mit Behinderung in den normalen Alltag integriert werden können. Der Kernpunkt dabei war, wie Inklusion tatsächlich stattfinden und wie die Wahrnehmung der Gesellschaft verändert werden könne. Durch Sonderschulen finde noch stets eine Segregation statt – es wäre besser in „normalen“ Schulen die betroffenen Kinder auf das Leben vorzubereiten.

Der zweite Themenkomplex widmete sich dem Verein „Fabrikanten“, der aus dem Use what you have-Festival entstanden war. Hierbei wurde die Frage diskutiert, wie das Potential der Klarenbrunn-Fabrik am besten genutzt werden könne. „Die Projekte, die in diesem Rahmen durchbesprochen werden, dienen in der Regel einem gemeinnützigen Zweck, wir diskutieren keine Wirtschaftsmodelle durch“, stellte Architektin Marina Hämmerle fest. Wer eine Gemeinwohl-Idee konkretisieren möchte – egal ob als Privatinitiative, Verein oder Mitarbeiter eines Unternehmens – kann bei den nächsten Veranstaltungen mit dem eigenen Projekt dabei sein. BI

Durch die Diskussion wurden Ideen entwickelt und ein schweres Thema bekam etwas Leichtes. Durch die Außensicht von den anderen Teilnehmern entwickelte sich ein kreatives und spielerisches Denken. Marlies Vith, 54 Jahre, Dornbirn

Durch die Diskussion wurden Ideen entwickelt und ein schweres Thema bekam etwas Leichtes. Durch die Außensicht von den anderen Teilnehmern entwickelte sich ein kreatives und spielerisches Denken. Marlies Vith, 54 Jahre, Dornbirn

Ich fand die heutige Veranstaltung sehr lehrreich und spannend. Ich habe viele Leute kennengelernt. Da ich vorwiegend allein arbeite, ist mir die Kommunikation untereinander sehr wichtig. Thomas Vau, 38 Jahre, Dalaas/Wien

Ich fand die heutige Veranstaltung sehr lehrreich und spannend. Ich habe viele Leute kennengelernt. Da ich vorwiegend allein arbeite, ist mir die Kommunikation untereinander sehr wichtig. Thomas Vau, 38 Jahre, Dalaas/Wien

Es ist ein super Format, bei dem man effektiv an einem Projekt arbeiten kann. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen kann ein neutraler Blick auf das eigene Projekt geworfen werden. Lisa Vesely, 27 Jahre, Bludenz

Es ist ein super Format, bei dem man effektiv an einem Projekt arbeiten kann. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen kann ein neutraler Blick auf das eigene Projekt geworfen werden. Lisa Vesely, 27 Jahre, Bludenz