Schüler aus Armenien erforschen Vorarlberg

11.06.2019 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Bregenz schauten sich die Jugendlichen die Seebühne an. LCF

Schulpartnerschaft mit dem BG Dornbirn brachte armenische Schüler ins Ländle.

dornbirn „Diese Woche war für uns eine farbvolle Etappe des Lebens, in der wir viel gelernt haben“, meinte Vahe Vkhkryan. Der junge Armenier war Teil einer Gruppe Jugendlicher, die im Rahmen eines Austausches mit dem Bundesgymnasium Dornbirn zu Besuch in Vorarlberg war. Seit 2009 besteht die internationale Schulpartnerschaft zwischen dem BG Dornbirn und dem Gymnasium Nummer 3 in Gyumri. Im Rahmen dieses Unesco-Projekts finden neben der regelmäßigen Kontaktpflege jährliche, wechselseitige Besuche statt.

Viele Orte besucht

Dieses Jahr wurde es dank dieser Partnerschaft wieder einer Gruppe Armenier ermöglicht, das Ländle und seine nähere und weitere Umgebung kennenzulernen. Untergebracht waren die Jugendlichen in Vorarlberger Gastfamilien – mit ihren Gastgeschwistern besuchten sie auch den Unterricht am BG Dornbirn. Daneben standen Besichtigungen und Ausflüge auf dem Programm. Gleich am ersten Tag ging es für die Armenier zu Russmedia nach Schwarzach, wo sie in die heimische Medienwelt eingeführt wurden. Auch Rundgänge durch Bregenz, Lindau und Feldkirch und Ausflüge in die Vorarlberger Bergwelt standen auf dem Programm. Besondere Höhepunkte für die armenischen Gäste waren die Tagesausflüge nach München und Mailand. Nach einer „unvergesslichen, fantastischen und tollen“ Woche wurde eine rauschende Abschlussparty gefeiert, bei der bis mitten in der Nacht gegessen, musiziert, getanzt und gefeiert wurde. „Wir möchten uns bei Frau Prof. Schmölz, Frau Prof. Nindl und Frau Prof. Lusine Ikilikyan bedanken, die uns durch ihren Einsatz das Kennenlernen neuer Kulturen und Bilden neuer Freundschaften über alle Grenzen hinweg ermöglichen. Minch‘ev hajord tari – bis nächstes Jahr!“, so Laura Dür von der Unesco-Gruppe am BG Dornbirn.

Mit ihrer Spende unterstützen die Maturanten die interkulturelle Schulpartnerschaft mit Gyumri/Armenien.
Mit ihrer Spende unterstützen die Maturanten die interkulturelle Schulpartnerschaft mit Gyumri/Armenien.

Möglich ist dieses Austauschprogramm, das von österreichischer Seite finanziert wird, nur dank der Unterstützung heimischer Sponsoren. Auch die diesjährigen Maturanten des BGD haben das Projekt mit einer großzügigen Spende in Höhe von 2000 Euro bedacht. „Uns war von Anfang an klar, dass wir einen Teil des Erlöses vom Maturaball einem sozialen Projekt zugutekommen lassen. Da einige von uns selbst am Austauschprogramm teilgenommen haben, lag uns das schuleigene Armenien-Projekt besonders am Herzen“, so Sanna-Mae Freuis vom Ballkomitee. Bevor sie dem BG Dornbirn für immer den Rücken kehren, überreichten die Maturanten nach erfolgreich bestandener Reifeprüfung den Scheck an die für das Projekt verantwortlichen Lehrerinnen Angelika Schmölz und Petra Nindl. lcf