Antoniushaus Feldkirch ist immer komplett belegt

13.06.2019 • 18:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Antoniushaus spielt eine wichtige Rolle in der regionalen Pflege. VN
Das Antoniushaus spielt eine wichtige Rolle in der regionalen Pflege. VN

2018 waren 100 Prozent der 66 Pflegebetten ausgelastet.

feldkirch Das Feldkircher Antoniushaus spielt eine wichtige Rolle für die Pflege in der Montfortstadt. Wie Geschäftsführer Thomas Vranjes anlässlich einer Bilanzpressekonferenz berichtete, ist man die größte Einrichtung in der regionalen Pflegelandschaft und deckt über ein Viertel des Bedarfs an stationärer Pflege in Feldkirch ab. Die Bilanz für das Vorjahr fällt im Haus, das den Kreuzschwestern gehört, positiv aus, man schreibt schwarze Zahlen. Kein Wunder, das Haus hatte, wie Vranjes berichtet, 2018 eine 100-prozentige Auslastung der 62 Dauerpflegebetten und der vier Betten in der Kurzzeit- und Übergangspflege. Das zeigt aber eben auch, wie groß der Druck ist. Die Pflegebedürftigkeit der Bewohner steigt: Heute sind 94 Prozent der Bewohner in den Stufen vier bis sieben eingestuft.

Das bedeutet auch Herausforderungen für das Personal. Auch hier kann man im Antoniushaus Positives berichten. Zehn Mitarbeiter, die das Haus verlassen haben, konnten ersetzt werden. „Wir sind froh, dass wir immer wieder gutes Personal ins Haus bringen“, freut sich Pflegedienstleiterin Gabriele Fellner. Das habe auch damit zu tun, dass man auf jede Pflegerin eingehe, ihre Familiensituation berücksichtige. Zudem sei man multikulturell. „Bei uns arbeiten Menschen aus unterschiedlichsten Ländern.“ Das bedeute auch mehr Anforderung bei der Einschulung, erklärt Fellner. Um auf die sich erweiternden Anforderungen des Berufs zu reagieren, setze man stark auf Weiterbildung.

Fellner bricht eine Lanze für die Pflegelehre. „Es gibt auch viele schöne Dinge in diesem Beruf“, meint sie. Junge Leute seien dazu geeignet. Im Antoniushaus bildet man derzeit drei junge Frauen zur Betriebsdienstleistungskauffrau aus. Dabei lernen sie nicht nur die administrativen Zusammenhänge kennen, sondern sind auch auf den Stationen unterwegs. Ziel ist es, dass sie später via Pflegeschule in die Pflege einsteigen. „Das werden einmal hervorragende Mitarbeiterinnen“, meint Vranjes: „Sie kennen jeden Bereich des Hauses.“ VN-GMS

Antoniushaus Feldkirch

Besitzer Alten-, Wohn- und Pflegeheim der Kreuzschwestern GmbH

Pflege 45 Mitarbeiter (darunter 5 Männer) entsprechen 37 VZÄ, 66 Betten im Haus

Kennzahlen 2018 5,26 Millionen Euro Umsatz, 3,5 Millionen Euro Personalaufwand

Funktionen: Pflegeheim, zusätzliche zwei Kindergärten im Haus, Küche beliefert auch externe Einrichtungen