Antoniushaus Feldkirch ist immer komplett belegt

13.06.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Yasmin, Geschäftsführer Thomas Vranjes, Fabienne, Jennifer, Pflegedienstleiterin Gabriele Fellner und Beiratsvorsitzender Clemens Schmölz (v. l.) VN/SCHWEIGKOFLER

2018 100-prozentige Auslastung der 66 Pflegebetten. Mitarbeiterstand kann gehalten werden, dennoch Plädoyer für die Pflegelehre.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Das Feldkircher Antoniushaus spielt eine wichtige Rolle für die Pflege in der Montfortstadt. Wie Geschäftsführer Thomas Vranjes anlässlich einer Bilanzpressekonferenz berichtete, ist man die größte Einrichtung in der regionalen Pflegelandschaft und deckt über ein Viertel des Bedarfs an stationärer Pflege in Feldkirch ab. Die Bilanz für das Vorjahr fällt im Haus, dass den Kreuzschwestern gehört, positiv aus, man schreibt schwarze Zahlen. Kein Wunder, das Haus hatte, wie Vranjes berichtet, 2018 eine 100-Prozentige Auslastung in den 62 Dauerpflegebetten und den vier Betten der Kurzzeit- und Übergangspflege. Das zeigt aber eben auch, wie groß der Druck ist. Die Pflegebedürftigkeit der Bewohner steigt: Heute sind 94 Prozent der Bewohner in den Stufen vier bis sieben eingestuft.

Das bedeutet auch Herausforderungen für das Personal. Auch hier kann man im Antoniushaus Positives berichten. Zehn Mitarbeiter, die das Haus verlassen haben, konnten ersetzt werden. „Wir sind froh, dass wir immer wieder gutes Personal ins Haus bringen“, freut sich Pflegedienstleiterin Gabriele Fellner. Das habe auch damit zu tun, dass man auf jeden Pfleger eingehe, ihre Familiensituation berücksichtige. Zudem sei man multikulturell. „Bei uns arbeiten Menschen aus unterschiedlichsten Ländern.“ Das bedeutet auch mehr Anforderung bei der Einschulung, erklärt Fellner. Um auf die sich erweiternenden Anforderungen des Berufs zu reagieren, setze man stark auf Weiterbildung.

Im Antoniushaus finden sich 62 Dauerpflegebetten sowie vier Kurz- bzw. Übergangspflegebetten. VN/Schweigkofler
Im Antoniushaus finden sich 62 Dauerpflegebetten sowie vier Kurz- bzw. Übergangspflegebetten. VN/Schweigkofler

Fellner bricht eine Lanze für die Pflegelehre. „Es gibt auch viele schöne Dinge in diesem Beruf“, meint sie. Junge Leute seien dazu durchaus geeignet. Im Antoniushaus bildet man derzeit drei junge Frauen zur Betriebsdienstleistungskauffrau aus. Dabei lernen sie nicht nur die administrativen Zusammenhänge im Antoniushaus kennen, sondern sind auch auf den Stationen unterwegs. Ziel ist es, dass sie später via Pflegeschule in die Pflege einsteigen. „Das werden einmal hervorragende Mitarbeiter“, meint Vranjes: „Sie kennen jeden Bereich des Hauses.“

Antoniushaus Feldkirch

das Alten-, Wohn- und Pflegeheim ist im Besitz der Kreuzschwestern GmbH

45 Pflegemitarbeiter (5 Männer) betreuen 66 Betten

2018 5,26 Millionen Euro Umsatz, bei 3,5 Millionen Euro Personalaufwand

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