Nach Bahnhofsentscheidung stehen zwei private Großprojekte in den Startlöchern

13.06.2019 • 12:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die beiden Eberle-Türme sind beim Seequartier-Projekt genauso wie ein Hotel in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof gesetzt. Eberle

Betreiber von Seequartier und Seestadt begrüßen Stadtvertretungsbeschluss und wollen Projekte vorantreiben.

Bregenz Der neue Bregenzer Bahnhof ist auf Schiene und damit ist auch der Startschuss für private Großprojekte in zentraler Hauptstadtlage gefallen. Sowohl die Betreiber des Seequartiers als auch der Seestadt in unmittelbarer Nähe zur neu geplanten Mobilitätsdrehscheibe begrüßten die Entscheidung der Stadtvertretung, den Plänen für einen Bahnhofneubau ohne Trassenverlegung der bestehenden Landesstraße grünes Licht zu geben. „Sie sorgt endlich für Klarheit in Bregenz bezüglich des notwendigen Bahnhofneubaus ebenso wie des damit zusammenhängenden Projekts Seequartier“, so Hubert Rhomberg für die Seequartier-Projektgruppe bestehend aus i+R sowie Rhomberg Bau. In dieselbe Kerbe schlägt Bernhard Ölz für die Seestadt (Prisma und Spar). „Die Einigung gibt uns Planungssicherheit für neue Ansätze zur Entwicklung des Standorts.“

Bis die ersten Bagger auffahren, sind die Planer gefordert. Beim Seequartier muss ein Baufeld am Bahnhof grundlegend überarbeitet werden, Prisma und Spar müssen überhaupt erst einen Grundsatzbeschluss für einen Neustart des Seestadtprojekts auf den Weg bringen. Der interne Zeitplan sehe vor, einen solchen noch in diesem Jahr zu treffen, so Bernhard Ölz. Knackpunkte wie eine mögliche Hochgarage sowie Zu- und Abfahrten zur Tiefgarage und eine Verbindung müssten rasch gelöst werden, erklärte der Prisma-Chef den VN kürzlich. Entstehen soll ein zu den ursprünglichen Plänen deutlich verändertes Projekt. Realisiert könnte eine städtische Bebauung mit mehreren Einzelobjekten werden. Die Einkaufsflächen würden um die Hälfte auf 7000 Quadratmeter reduziert. Mehr Platz stünden für Büros und Mietwohnungen zur Verfügung.

Eberle-Türme und Hotel gesetzt

Während es bei den Seestadtplanungen also zurück an den Start heißt, bleibt beim Seequartier vieles wie schon bekannt. So sollen die beiden Eberle-Türme als attraktiver Eintritt in die Innenstadt weiter gesetzt sein. Auch das Hotel in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs bleibe in unveränderter Weise Teil der Seequartierpläne, heißt es seitens von Rhomberg und der i+R Gruppe. Das Baufeld 3, ebenfalls in Bahnhofsnähe soll allerdings in geänderter Form entstehen. Die Stadt wünscht sich an dieser Stelle ein Lebensmittelgeschäft. Man werde die Bebauung des Seequartiers mit Hochdruck und in enger Abstimmung mit Stadt, ÖBB und Land weiter umsetzen, um das gesamte Areal ehestmöglich fertigzustellen, so Hubert Rhomberg.