Zehn Jahre Energieautonomie in Vorarlberg

14.06.2019 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dornbirn Es war ein einstimmiger Beschluss, der vor zehn Jahren zur Energieautonomie gefasst wurde. Das Ziel: Bis 2050 sollte der Energieverbrauch in Vorarlberg vollständig mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Heute deckt Vorarlberg 40 Prozent mit Biomasse, Wasser- und Sonnenkraft damit ab, erklärte Programmleiter der Energieautonomie Christian Vögel am Freitag anlässlich der Jubiläumsveranstaltung, die an sieben Stationen im ganzen Land abgehalten wurde. Eine davon war beim Energiewerk Ilg in Dornbirn, wo Tobias und Bernhard Ilg rund 7000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Die Brüder sind überzeugt, dass Biomasse in Vorarlberg eine immer wichtigere Rolle spielen wird: „Wir haben in Vorarlberg genug Reserven, die genutzt werden sollten. Als waldreiches Land können wir mit heimischen Ressourcen eine nachhaltige Energieversorgung schaffen“, erklärt Tobias Ilg. Auch wenn sich Vorarlberg auf einem guten Weg befinde, sei noch viel zu tun.

Was etwa den Energieverbrauch betrifft, so konnte das Ziel der Energieautonomie nicht erreicht werden. Knapp drei Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 ist dieser gestiegen. Auch bei den CO2-Emissionen muss das Tempo verdoppelt werden, damit die Ziele bis ins Jahr 2020 erreicht werden können. Hier sollen unter anderem Ölheizungen, von denen noch rund 30.000 in Betrieb sind, sukzessive abgeschafft werden. „In den vergangenen Jahren wurden bereits 40 Prozent der bestehenden Ölheizungen durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt“, erklärt Vögel. Bis 2030 sollen weitere 50 Prozent der Ölkessel, forciert etwa durch Förderungen für Einfamilienhäuser und Unternehmen, ersetzt werden.