Hochwassersicheres Feldkirch

Vorarlberg / 16.06.2019 • 17:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Heute werden die Pläne für Ausweitung der Ill vorgestellt. 22,4 Millionen werden investiert.

feldkirch Die Kapfschlucht in Feldkirch ist für die Hochwassersicherheit der Ill das entscheidende Nadelöhr. Hier wird das Flussbett schmäler, das kann zu einem Rückstau führen, der die Feldkircher Innenstadt gefährdet. Ein hundertjährliches Hochwasser würde nach konservativen Schätzungen rund 73 Millionen Euro Sachschaden in der Innenstadt verursachen. Der Stand des Projektes, das über 22 Millionen Euro kosten wird, wird heute ab 19 Uhr im Pförtnerhaus Feldkirch der Bevölkerung vorgestellt.

„Bei der Montfortbrücke hat die Ill eine Breite von 37 Metern, bei der Heiligkreuzbrücke nur mehr 22 bis 23 Meter“, erklärt Wolfgang Erath, Geschäftsführer des Wasserverbandes Ill-Walgau. Aus diesem Grund wird ab dem Winter 2021 die Kapfschlucht ausgeweitet. Dazu wird die Veitskapfstraße, die zum Wildpark führt, ebenso abgetragen wie die Kapfstraße durch die Schlucht. 15.000 Kubikmeter Fels werden insgesamt abgetragen. Auch die Heiligkreuzbrücke wird abgerissen und drei Meter länger neu errichtet. Die Veitskapfstraße wird untertunnelt, eine Galerie wird den öffentlichen Verkehr durch die Schlucht führen. Die neue, schmalere Kapfstraße für Fußgänger und Radfahrer wird über die Ill gespannt. Das führt dazu, dass die Montfortbrücke, über die die L191 führt, auch bei einem 100-jährlichen Hochwasser nicht mehr überspült wird. Da aber bei einem derartigen Ereignis ein Abstand vom Wasser zur Brücke von einem Meter gewährleistet sein muss, wird in einer zweiten Bauphase 2024 die Brücke abgetragen und erhöht neu errichtet. VN-gms