SPÖ fordert Modell für junges Wohnen

Vorarlberg / 17.06.2019 • 21:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
SPÖ-Klubobmann Michael Ritsch hofft auf Unterstützung für das SPÖ-Modell. VN/STIPLOVSEK

Modell „7×7“ soll es jungen Menschen erleichtern, eine Wohnung zu finden.

Bregenz Regierungsprogramm, Kapitel zwölf: „Jugend beteiligen und fördern“. Ein Punkt betrifft das junge Wohnen. Darin steht: „Darüber hinaus soll auch ein Modell zur Unterstützung der Gründung des Hausstands ausgearbeitet werden.“ Für SPÖ-Klubobmann Michael Ritsch steht fest: „In diese Richtung ist gar nichts passiert.“ Junge Menschen würden bei der Punktevergabe für Sozialwohnungen keine Chance haben, da sie noch nicht lange genug auf der Liste stehen. Er ist überzeugt: „Es braucht gezielte Maßnahmen für junge Erwachsene.“ Er und Landtagskandidatin Jeannette Greiter präsentierten am Montag eine alte Forderung in neuem Gewand: das Modell „7×7 – Junges Wohnen in Vorarlberg“.

500.000 Euro Kosten

Denn während die Mietpreise in Vorarlberg zu den höchsten Österreichs gehören, liege das durchschnittliche Haushaltseinkommen im unteren Drittel. „Ich habe kürzlich selbst erlebt, wie schwierig es ist, eine Wohnung zu finden“, erzählt Greiter. Vor zwei Jahren brachte die SPÖ ihr Modell 5×5 ein, das abgelehnt wurde. Nun also 7×7. Das bedeutet: Fixmiete von 7 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten. Die Wohnung darf höchstens 50 Quadratmeter groß sein, plus weitere 20 Quadratmeter pro Person. Der Antragsteller muss zwischen 18 und 30 Jahre alt sein und darf höchstens 1500 Euro netto 14 Mal im Jahr verdienen. Bei zwei Personen steigt die Grenze auf 2200 Euro. Wohnbeihilfe gibt’s dafür keine mehr. Alles, was über 7 Euro pro Quadratmeter liegt, bezahlt das Land. „Im Extremfall kostet das System bei 1000 Jugendlichen 500.000 Euro im Jahr,“ rechnet Ritsch vor. Bei 30 Millionen Euro jährlich für die Wohnbeihilfe sei das sicher möglich.

Er befürchtet zwar, dass der Vorschlag nicht angenommen wird, nimmt dennoch die anderen in die Pflicht. Allen voran die Grünen: „Es wäre ein Verrat an der jungen Wählerschaft, wenn sie nicht zustimmen. Ich erwarte mir die Zustimmung der Grünen.“ VN-mip