Schulkonzert des Landeskonservatoriums in Nüziders

Vorarlberg / 18.06.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Schulkonzert des Landeskonservatoriums kam bei allen Besuchern gut an – nicht nur bei den Schülern.BI

Nüziders Ein ganz besonderes Klangerlebnis bot sich den Schülern der ersten und zweiten Klassen der Volksschule Nüziders kürzlich im Sonnenbergsaal in Nüziders: Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums boten ein Kinderkonzert der Sonderklasse. Lilian Genn aus Wien und Christoph Thoma, Kulturstadtrat der Stadt Bludenz und Lehrbeauftragter für Musikvermittlung und Kulturmanagement am Landeskonservatorium, hatten gemeinsam mit  Studierenden ein Konzertformat für ein junges Publikum erarbeitet. Alle Ideen, die Dramaturgie und das Konzertsetting basierten dabei auf einem intensiven Dialog zwischen den einzelnen Akteuren.

Zusammenarbeit

„Musikvermittlung etabliert sich als wichtiger Teil des Musikstudiums, auch am Vorarlberg Landeskonservatorium. Dabei geht es darum, den Studierenden neue Berufsfelder aufzuzeigen. Musik erzählen, spielerisch, aber immer auf höchstem künstlerischen Niveau, das ist die große Herausforderung bei Konzerten für Kinder und Familien“, erläuterte Thoma. Ein Beteiligungsansatz in der Lehre sei von herausragender Bedeutung, es sollen nicht einfach nur Instrumente geübt werden. „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden aus Japan, Finnland, Griechenland, Deutschland und Österreich ist auch für uns als Lehrende am Landeskonservatorium eine Chance, Musik aus den verschiedensten Kulturkreisen kennenzulernen und folglich für junges Publikum auf die Bühne zu bringen“, führte er weiter aus. „Es ging uns vor allem darum, eine Stückauswahl für ein Kinderkonzert auf die Bühne zu bringen, das ohne Sprache auskommt. Das aktive Zuhören und somit das tatsächliche Erleben von Musik sollte im Vordergrund stehen“, ergänzte Lilian Genn.

Vielfalt der Instrumente

Die Kinder nahmen im Halbkreis auf dem Boden Platz. Alle waren sehr aufgeregt, doch es wurde sehr schnell ganz still, als aus dem Dunkel heraus vom Saalhintergrund her eine Klarinette erklang. Kenichi Kawabata schritt mit seinem Instrument langsam Richtung Bühne. Martina Kadoff und Marjut Kuhnhenn beeindruckten mit ihren Gesangsstücken. So erfuhr das Gedicht „Das Knie“ eine sehr einfühlsame Vertonung. Raphael Brunner am Akkordeon ließ das Instrument hörbar atmen und spielte sowohl mit Darius Grimmel am Kontrabass als auch mit Vasiliki Anagnostopoulu auf der Geige beeindruckende Duette.

Schüler und Lehrer tanzten

Die Variation an Stücken reichte von Johann Sebastian Bach über Franz Schubert und Bela Bartok bis hin zu Astor Piazolla. Das minimalische Bühnensetting verstärkte die Wirkung der musikalischen Darbietung. Die jungen Zuhörer lauschten gebannt, teilweise wurden sie auch interaktiv in das Geschehen eingebunden. Zum Abschluss wurde ein traditioneller Gypsy Wedding-Song aus dem Balkan gespielt. Bei diesem gab es kein Halten mehr: Schüler und Lehrer tanzten zu den mitreißenden Klängen. „Wir freuen uns, dass solch ein großartiges Projekt hier in Nüziders stattfindet“, zeigte sich Gerda Morre, Direktorin der Volksschule Nüziders, begeistert. Auch sie tanzte eifrig mit. BI