Fleisch und Fleisch mit neuem Musikvideo zu „Luschnou“-Song

Vorarlberg / 22.06.2019 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Fleisch und Fleisch veröffentlichten zu ihrem Song „Luschnou“ ein Musivideo. Gerald Fleisch hat nach „Annegret und Ibrahim“ erneut die Stifte in die Hand genommen und seine Erinnerungen auf Papier gebracht. YOUTUBE

Mundart-Duo Fleisch und Fleisch schwelgt in neuem Musikvideo zum Song „Luschnou“ in Kindheitserinnerungen.

Tanja Schwendinger

Lustenau Sie sind schon seit etlichen Jahren nicht mehr aus der heimischen Musikszene wegzudenken. Mit ihren eingängigen Mundartsongs werfen die Brüder Gerald (52) und Elgar Fleisch (51) auf freche, lustige oder berührende Art einen Blick auf sich und ihre Heimat Vorarlberg. Für ihr neuestes Projekt haben Fleisch und Fleisch nun einen alten Song aus der Schublade geholt und ein dazugehöriges Musikvideo produziert. „Luschnou“ nennt sich der Song aus dem Jahr 2002, in dem die Brüder in Kindheitserinnerungen schwelgen und sich auf ihre Lustenauer Wurzeln besinnen. „Es ist eines unserer Lieblingslieder, weil es schöne Erinnerungen weckt und bislang der einzige Song ist, den wir im Luschnouar Dialekt aufgenommen haben“, schwärmt Gerald Fleisch.

„Es ist eines unserer Lieblingslieder, weil es schöne Erinnerungen weckt.“

Gerald Fleisch, Fleisch und Fleisch

Das Lied aus dem Album „Guata Morga“ dürfte vielen Lustenauern noch in den Ohren liegen, versüßte es doch über Jahre die Wartezeit der Anrufer des Gemeindeamtes Lustenau in der Telefonwarteschleife. In Lustenauer Mundart heißt es im Refrain: „Vo Kreisverkehr fascht trümli, vo Stroß und Plätz fascht blau, a Voardach statt am Kilchaplatz, ma neat das nid so gnau. I biand jedam undr Nase, dass ich vu Luschnou kumm und wär as nid aso so gäb i sauviel drum. Aloa scho und döat hann ich all scho weart druf gleit, dass nur nammand vu Luschnou richtig Öaili seit.“

Kindheit wieder erleben

Für die Illustration des Musikvideos hat Gerald Fleisch nach dem gesellschaftskritischen Song „Annegret und Ibrahim“ erneut die Stifte in die Hand genommen und seine prägendsten Erinnerungen zu Papier gebracht. „Es war schön, beim Malen unsere Kindheit in Lustenau wieder zu erleben“, erzählt Gerald Fleisch. Eine der Kindheitserinnerungen, die den Fleisch-Brüdern besonderes im Gedächtnis geblieben ist, ist der alljährliche Besuch der Luschnouar Kilbi. „Wir haben ein paar Schilling in die Hand gedrückt bekommen und sind selbstständig losgezogen. Solche Momente sind eng mit unserer Kindheit verknüpft“, erinnert sich Gerald Fleisch.

Neue Songs in Planung

Seit der Veröffentlichung vor drei Wochen wurde das Musikvideo knapp 4000 Mal auf YouTube aufgerufen. „Das ist für einen Lustenauer Song schon enorm. Die positiven Rückmeldungen freuen mich sehr“, so Fleisch. Neue Songs sind bereits in Planung, wie der Spitalsdirektor betont. „Wir haben schon viele neue Lieder geschrieben, die wahrscheinlich im kommenden Jahr veröffentlicht werden.“ Man darf die Ohren gespitzt halten.

Musikvideo zum „Fleisch und Fleisch“-Song „Luschnou“.