Wir sind Gymnaestrada: Sandra Böckle freut sich auf die Brasilianer

Vorarlberg / 22.06.2019 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Ruhe vor dem Sturm: Sandra Böckle hat noch zwei, drei Tage Schonzeit. Danach geht es mit voller Kraft in die Endphase der Vorbereitungen für die Gymnaestrada. VN/HÄMMERLE

Die 27-Jährige ist in Mäder hauptverantwortlich für die Beherbergung von 225 Gästen.

Mäder Mäder liegt an der Copa Cabana, zumindest zwischen dem 7. und dem 13. Juli. In der Gymnaestrada-Woche werden in der beschaulichen Rheintalkommune so wie in Altach Hunderte Brasilianer ihre Zelte aufschlagen. Das taten sie schon beim Weltturnfest 2007. „Es bleibt unvergessen, was wir damals erlebten“, erinnert sich Sandra Böckle mit einem Strahlen in den Augen. „Wir haben geturnt, gefeiert, getanzt. Es war wunderbar. Und es wird sicher wieder wunderbar.“

Wenig geschlafen

Damals war Sandra 15. Als damalige HLW-Rankweil-Schülerin arbeitete sie bei der Geschirrrückgabe in der Gymnaestrada-Zentrale in Dornbirn. „Als ich dann am Abend nach Hause kam, gab es brasilianische Partynächte. Ich habe in dieser Woche sehr wenig geschlafen.“

Diesmal ist Sandra für das Wohlbefinden der 225 brasilianischen Gäste verantwortlich. Seit Wochen befindet sie sich mit ihrem Team in den Vorbereitungsarbeiten. Sie will dafür sorgen, dass die Südamerikaner gut schlafen, gut frühstücken und ihr lebensfrohes Temperament voll zur Entfaltung bringen können.

Schlafen werden die Gäste in der Volks- und in der Mittelschule, Frühstück gibt es im J.J. Ender-Saal. Im Freien ist eine Bühne aufgebaut. Dort soll geturnt, getanzt und gefeiert werden. „Hoffentlich ist das Wetter schön. Es wäre schade, müssten wir in den Saal gehen“, richtet Sandra einen flammenden Appell an Petrus.

Erblich vorbelastet

Die 27-Jährige ist ein erblich vorbelastetes leidenschaftliches Mitglied der Mäderer Turnfamilie. Ihre Eltern und ihre Geschwister sind bei den Turnern. Früher war sie selbst aktiv, jetzt ist sie Trainerin und lässt sich als solche gerne von der Begeisterung der ihr anvertrauten Kinder anstecken. Turntrainer sind auch Sandras Eltern. „Turnen als Breitensport ist eine tolle Sache. Es bietet die beste Möglichkeit, Körperkontrolle zu erlangen“, beschreibt Böckle, die auch gerne Volleyball spielt, die Vorzüge der Sportart.

Auch der Freund ist Trainer

Dem Turnsport eng verbunden ist auch Sandras Freund Christoph. Er trainiert eine Akrobatik-Gruppe, die am Galaabend zu sehen sein wird. Gemeinsam fiebern sie der Gymnaestrada entgegen. Das lange Wochenende verschafft ihnen die letzte Verschnaufpause, ehe die Vorbereitungen mit großer Intensität ins Finale gehen. Als Belastung empfindet Sandra ihren Einsatz trotzdem nicht. Die brasilianischen Gäste mit ihrer Lebensfreude werden sie bald für die Mühen entschädigen. Denn schon in zwei Wochen heißt es in Mäder: „Alles Samba“.