Bewusstsein für Gefahren im Verkehr schärfen

Vorarlberg / 23.06.2019 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ziel war, das Bewusstsein der Kinder für Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen.
Ziel war, das Bewusstsein der Kinder für Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen.

Die Kinder der VS Leopold nahmen an einem ÖAMTC-Kurs teil.

Dornbirn „Hallo Auto!“, hieß es für alle Drittklässler der VS Leopold. Neben Besuchen bei der Feuerwehr, in der Kläranlage und dem alljährlichen Schulfest bot ein Sicherheitstraining mit dem ÖAMTC eine Abwechslung im Schulendspurtprogramm.

Manuela Hagspiel vom ÖAMTC/Fahrtechnik lud zur Verkehrserziehung auf den Sportplatz Staufenblick. Der Vormittag mit dem Programmschwerpunkt „Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr schärfen“ ist speziell ausgelegt für Kinder von acht bis neun Jahren und damit auch eine ideale Vorbereitung für die Fahrradprüfung.

Kinder mit Begeisterung dabei

Beim Training wurde der Begriff „Anhalteweg“ durch Selbsterfahrung erarbeitet. Die Kinder stellten aus dem Laufen heraus ihren eigenen Bremsweg fest und merkten dabei, dass die Geschwindigkeit, die Beschaffenheit des Bodens und die Schuhsohlen einen großen Einfluss auf die Länge des Bremsweges haben. Beim Stehenbleiben auf ein optisches Signal hin machten sie die Erfahrung, dass sie zum Reagieren Zeit brauchen und in dieser Zeit noch einen Weg – den Reaktionsweg – zurücklegen.

Reaktionsweg und Bremsweg

Manuela Hagspiel stellte schnell fest, mit wie viel Eifer die Schüler bei der Sache waren, auch als es galt, das Erlernte in der Praxis mit einem Pkw umzusetzen. So mussten die Kinder im Anschluss von ihrem eigenen Anhalteweg auf den eines Fahrzeugs, das mit 50 km/h unterwegs ist, schließen. Höhepunkt für die Drittklässler war dabei, einmal selbst als „Fahrer aktiv“ zu sein. Damit die Kinder erfühlen konnten, dass ein Fahrzeug auch bei stärkster Kraftanstrengung des Lenkers nicht sofort zum Stillstand kommen kann, durfte jedes Kind, ordnungsgemäß mit der entsprechenden Rückhaltevorrichtung gesichert, das Auto mit einem eigens an der Beifahrerseite eingebauten Bremspedal selbst bis zum Stillstand abbremsen. Dabei wurden sie vor die Tatsache gestellt, dass der Anhalteweg des Fahrzeuges viel länger ist, als der von ihnen geschätzte Haltepunkt. Dementsprechend zeigten sich die jungen Fahrzeuglenker, aber auch die Zuschauer beeindruckt. Und was haben die Leopold-Schüler vom spannenden Vormittag mitgenommen? Dass die Geschwindigkeit und der sich daraus ergebende Anhalteweg sehr schwer abzuschätzen sind, und man deshalb Fahrbahnen möglichst nur an gesicherten Übergängen überquert bzw. die Straße vor einem herannahenden Fahrzeug nicht mehr betritt. cth

Das Sicherheitstraining mit Manuela Hagspiel vom ÖAMTC begeisterte die Drittklässler der VS Leopold. cth
Das Sicherheitstraining mit Manuela Hagspiel vom ÖAMTC begeisterte die Drittklässler der VS Leopold. cth