Elmar Buda ist neuer Obmann der Seniorenbörse Bludenz

25.06.2019 • 14:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Elmar Buda setzt sich für ein gesellschaftliches Miteinander ein.BI

Die Seniorenbörse bietet unkomplizierte Hilfestellung für ältere Menschen in Bludenz und Umgebung.

BLUDENZ Vor Kurzem wurde Elmar Buda einstimmig als neuer Obmann der Seniorenbörse Bludenz, Bürs, Nüziders, Lorüns, Stallehr gewählt. Er trat die Nachfolge von Franz Lümbacher an, der den Verein jahrelang sehr erfolgreich geführt hatte. Die Seniorenbörse vermittelt Dienstleistungen durch Helfer an ihre Mitglieder, wie unter anderem Schneeräumen, Rasenmähen, Reparaturen, Gartenarbeiten, Computerarbeiten, Behördengänge und Hilfe bei Übersiedlungen.

Wie kamen Sie zur Seniorenbörse?

Ich habe nach meiner Pensionierung vor eineinhalb Jahren als Helfer begonnen. Franz Lümbacher konnte aufgrund von Gesundheitsproblemen seiner Frau die Funktion des Obmanns nicht länger ausführen. Also hat er mich gefragt und ich habe sofort zugesagt. Ich werde von unserem Team tatkräftig unterstützt.

Was bietet die Seniorenbörse?

Neben den Hilfstätigkeiten der Seniorenbörse finde ich vor allem auch den sozialen Aspekt sehr wichtig. Die meisten Leute freuen sich, wenn jemand von uns vorbeikommt. Dabei geht es nicht nur ums Rasenmähen, sondern auch um einen Austausch. Unsere Helfer arbeiten sehr individuell. Die Leute, die unsere Hilfe benötigen, rufen bei unserem Telefondienst an. Daraufhin wird auf der Liste nachgesehen, wer für diese Hilfestellung infrage kommt. Der Helfer wird verständigt, dieser kontaktiert dann die anfragende Person. Alles Weitere wird untereinander ausgemacht. Wichtig ist, dass die Anfrage möglichst zeitnah erledigt wird. Zwei Mal im Jahr gibt es ein geselliges Treffen mit allen Helfern, weil der Austausch untereinander sehr fruchtbringend ist.

Wieso ist die Seniorenbörse eine wichtige Einrichtung?

Viele Tätigkeiten fallen älteren Menschen schwer. Manchmal ist es schon ein Problem, eine Glühbirne zu wechseln. Hierfür kommt nicht extra ein Handwerker vorbei. Manche Menschen haben auch Hemmungen, um Hilfe zu fragen, ob bei den Nachbaren oder den Kindern. Diese wohnen oft weit weg oder sind beruflich sehr eingebunden. Die Gesellschaftsstruktur hat sich in den letzten Jahren immer mehr verändert und das nicht immer zum Vorteil. Es kommt gerade bei älteren Menschen vermehrt zu Vereinsamung und eben zu Problemen bei der Bewältigung des Alltags. Oftmals wollen die Menschen dann auch ihr räumliches Umfeld nicht aufgeben, was allerdings oft sinnvoll wäre. Viele Leute werden auch über den MOHI (Mobiler Hilfsdienst) an uns verwiesen. Wir verstehen uns als Ergänzung zum Betätigungsfeld des MOHI.

Weshalb ist Ihnen ein soziales Engagement wichtig?

Ich betätige mich auch politisch, was ebenfalls eine Form von Sozialengagement darstellt. Dabei steht für mich der Versuch, für Mitmenschen Verbesserungen zu erreichen, im Vordergrund. Mir hat bereits in frühester Jugend ein Satz von John F. Kennedy sehr gut gefallen: ‚Frage nicht, was dir der Staat geben kann, sondern, was du dem Staat geben kannst.‘ Ich bin in der glücklichen Lage, etwas zurückgeben zu können. Es ist meine Grundeinstellung, dass ich gerne anderen helfe, denen es nicht so gut geht.

Worin sehen Sie neue Ziele des Vereins?

Unser Verein ist gut aufgestellt und läuft sehr gut. Mein Ziel ist es, den Verein auf diesem Niveau weiterzuführen. Schön wäre es, wenn wir noch ein paar Helfer gewinnen könnten. Wir werden selber ja auch immer älter. Es werden keine ausgewiesenen Spezialisten benötigt, sondern Menschen mit gewissen Fähigkeiten. BI