Sommerausstellung im Klostertal Museum: Geschichte im Fokus

Vorarlberg / 26.06.2019 • 13:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Klostertal Museum ist ab Samstag Schauplatz der Sommerausstellung des Museumsvereins und gleichzeitig deren Protagonist. MUSESUMSVEREIN KLOSTERTAL

Der Geist des Thöny-Hauses.

Wald a. A. Die Eröffnung der diesjährigen Sommerausstellung im Klostertal Museum findet diesen Samstag, 29. Juni, um 18 Uhr, statt. In der Ausstellung wird die Geschichte des in der Mitte des 17. Jahrhunderts erbauten Thöny-Hofes dokumentiert, in dem seit 1994 das Klostertal Museum untergebracht ist. Im Mittelpunkt steht dabei der „Genius Loci“ („Geist des Hauses“) dieses besonderen Anwesens, in dem während einer Zeitspanne von rund 300 Jahren elf Generationen gelebt und gearbeitet hatten.

Zauber des Hauses

Praktisch alle Besucher, die in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten im Klostertal Museum zu Gast waren, konnten sich dem Zauber dieses altehrwürdigen Hauses nicht entziehen. Wer den Thöny-Hof betritt, taucht in eine Welt der Vergangenheit, die so nicht mehr existiert, ein. Im Anwesen, das in den vergangenen 80 Jahren praktisch nicht mehr verändert wurde, werden dabei aber bei näherer Betrachtung die gewachsenen Strukturen der mehr als dreieinhalb Jahrhunderte deutlich. Elf Generationen lebten in diesem Zeitraum hier und alle hinterließen Spuren. Seit den 1980er-Jahren wurde der Thöny-Hof, dessen letzter Besitzer Valentin Thöny das Haus 1959 verlassen hatte, behutsam in das Klostertal Museum umgewandelt. Dieses wurde schließlich im Juni 1994 eröffnet.

Jubilierender Museumsverein

Der Museumsverein Klostertal nimmt das 25-jährige Jubiläum der Eröffnung des Museums nun zum Anlass, um sich dem Geist des Hauses anzunähern. In einer Mikrogeschichte wird die Geschichte des Hofes und seiner Bewohner seit der Erbauung Mitte des 17. Jahrhunderts möglichst detailliert dargestellt. Dabei wird auf Forschungsarbeiten des Vereins in den vergangenen 18 Jahren zurückgegriffen.
Das Programm des Museums war dabei seit 2001 immer wieder von Schwerpunkten rund um die Hausgeschichte geprägt, insbesondere 2004, als eine dendrochronologische Untersuchung nähere Aufschlüsse über die baugeschichtliche Entwicklung gab. Pfarrer Valentin Thöny berichtete im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs 2003 und bei Filmaufnahmen 2010 umfangreich über seine persönliche Biographie und die Familiengeschichte. Schon zu Lebzeiten hatte er dem Museumsverein Klostertal wertvolle Dokumente zur Archivierung übergeben. Nach seinem Tod vor fünf Jahren gelangte schließlich sein Nachlass an den Verein.

Wertvoller Nachlass

Viele Dokumente und Fotografien aus diesem Nachlass werden nun in der Ausstellung, die ab 30. Juni jeweils am Sonntag- und Mittwochnachmittag besucht werden kann, zugänglich gemacht. Auch die Veranstaltungen rund um die landesweite Aktion „Reiseziel Museum“, die jeweils am ersten Sonntag in den Monaten Juli, August und September stattfinden, widmen sich der Hausgeschichte des Thöny-Hofs. DOB