In Au fahren bald die Kiesbagger auf

28.06.2019 • 16:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Bescheid für den Kiesabbau am Standort Unter Argenstein liegt vor.

Au Jetzt ist es fix: Die Firma Rüf darf in Au Kies abbauen. „Der Bescheid liegt vor“, bestätigt Rüf-Pressesprecher Martin Dechant auf VN-Anfrage. Die Bagger sind allerdings noch in Warteposition, da die Zufahrt, die über eine mobile Brücke erfolgen soll, nur in der Niedrigwasserperiode der Bregenzerach errichtet werden kann.

Ursprünglich wollten die Gebrüder Rüf am Fuße der Kanisfluh die Kiesbagger auffahren lassen. Doch die Pläne ließen die Wogen nicht nur in den Anrainergemeinden Mellau und Schnepfau hochgehen. Naturschützer entzündeten Mahnfeuer. Die Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ sammelte über 4000 Unterschriften gegen das Projekt. Nach einem VN-Stammtisch im August 2017 erklärte das Land die Causa schließlich zur Chefsache; Bedarfs- und Alternativprüfungen wurden eingeleitet. Ende November 2018 gab die Firma Rüf schließlich bekannt, den Antrag auf den Kiesabbau an der Kanisfluh zurückgezogen zu haben, da ein realistischer Alternativstandort gefunden wurde. Im Jänner dieses Jahres fand die mündliche Verhandlung statt. Da von  Sachverständigenseite Bedenken geäußert wurde, dass das Vorhaben Auswirkungen auf den Auwald entlang der Bregenzerach haben könnte, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses liegt nun vor. Sobald die Niedrigwasserperiode beginnt, soll die Zufahrt gebaut werden.

Am Standort Unter Argenstein, der direkt neben der Rüf-Firmenzentrale liegt, werden rund 100.000 Kubikmeter Kies erwartet. Am Fuße der Kanisfluh wären es 800.000 gewesen. Die Abbaustelle in Au ist für das Unternehmen daher nur eine mittelfristige Lösung. Die Quelle sei in spätestens sechs Jahren erschöpft. Die Suche nach Kies geht damit weiter. vn-ger