Medizin mit Visionen

Vorarlberg / 28.06.2019 • 18:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei der Ausgestaltung des Gesundheitswesens sollen in Vorarlberg viele mitreden können, nicht allein nur die Politikverantwortlichen.Apa
Bei der Ausgestaltung des Gesundheitswesens sollen in Vorarlberg viele mitreden können, nicht allein nur die Politikverantwortlichen.Apa

Ärztekammer präsentierte Dokumentation zum Visionsprozess in Buchform.

Dornbirn Seit 2015 arbeitete ein Team an einem Visionsprozess, der nun in Wort und Bild vorliegt. Am Freitagabend wurde die aus zwei Bänden bestehende Dokumentation mit dem Titel „Für ein heilsames Miteinander“ im Rahmen eines Sommerfests in der inatura in Dornbirn präsentiert. Mehr als 200 Personen aus unterschiedlichen medizinischen Berufsfeldern waren aktiv eingebunden. Das Kernteam des Visionsprozesses bildeten Ärztekammerpräsident Michael Jonas, Bettina Grager, Burkhard Walla, Thomas Jungblut, Primaria Ruth Krumpholz, Patrick Clemens, Elke Kovatsch sowie Karin Metzler.

Anregung zum Mitmachen

Michael Jonas betont die Wichtigkeit des Visionsprozesses und bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern: „Gesundheitspolitische Entscheidungen der vergangenen Jahre bereiten uns zunehmend Sorgen. Dabei erschien uns von Beginn an die Interdisziplinarität besonders wichtig. Mit dem Visionsprozess haben wir eine Möglichkeit, außerhalb des Routinebetriebs einen Blick in die Zukunft zu werfen und oftmals Dinge mit einem anderen Blickwinkel zu betrachten.“ In unterschiedlichen Formaten, Groß- wie Kleingruppen, in World Cafés, Dialog- und Kreisgesprächen, Impuls- und Gasthaustreffen haben sich Menschen aus verschiedensten Verantwortungsbereichen mit den Ärztinnen und Ärzten der Kammer zusammengefunden, um Lösungen für die brennenden gesundheitspolitischen Fragen zu finden.

Nachvollziehbar

Die Dokumentation des Visionsprozesses besteht aus zwei Bänden, die vom Hohenemser Grafikbüro Sandro Scherling gestaltet wurden. „Es war uns allen ein wichtiges Anliegen, unseren Visionsprozess detailliert zu dokumentieren und in eine ansprechende Form zu bringen. Wir haben über die Jahre in interessanten Projekten wesentliche Erfahrungen und Wissen gesammelt, das wir nun mit den zwei Bänden übersichtlich und leicht verständlich nachvollziehen können, und das zum Nach- und Mitmachen anregen soll“, erklärte Bettina Grager die Gründe für die Umsetzung.

Autorin und Prozessleiterin Karin Metzler zeigt im ersten Band anschaulich und spannend, wie Strategien die Haltungen beeinflussen und umgekehrt. Der zweite Band konzentriert sich auf den praktischen Einblick und beleuchtet die Erlebnisse und Erfahrungen aus den unterschiedlichen Projekten, Treffen und Veranstaltungen des Visionsprozesses. Anhand von Grafiken, Fotos, Berichten von Teilnehmenden und vielem mehr biete sich ein neuer und tiefgehender Blick auf den Visionsprozess. „Die beiden Bände sollen Inspiration und Ermutigung sein, sich weiter für ein gelungenes, gesundes Miteinander einzusetzen“, wünschen sich Metzler und Grager. Es gehe auch darum, das Feld nicht allein Politik und Wirtschaft zu überlassen. VN-MM

„Gesundheitspolitische Entscheidungen bereiten uns zunehmend Sorgen.“