„Mein Metier ist der Buchhandel“

30.06.2019 • 16:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Einmal Pfadfinder – immer Pfadfinder“. 
              
              VN/Reh

„Einmal Pfadfinder – immer Pfadfinder“.

VN/Reh

Pfadfinder und Schlaraffe. Regelmäßige Reisen nach Tansania.

DORNBIRN „Mein Metier ist der Buchhandel. Als Buchhändler konnte ich vielen Menschen helfen und Freunde bereiten“, erläutert Franz Wostry (77), der seit 2002 in Pension ist. Seine vierjährige Lehrzeit als Buch- und Papierhändler absolvierte er in der Buchhandlung Binder in Dornbirn. Später wechselte er als Geschäftsführer zur Buchhandlung Unterberger in Feldkirch und leitete anschließend von der Bauphase bis zu seiner Pensionierung die Buchhandlung „Das Buch“ im Messepark in Dornbirn.

Im „Unruhestand“ setzt Franz Wostry, der in Dornbirn lebt, eine Reihe von Aktivitäten. So betreibt er die Sportarten Langlauf, Skifahren, Radfahren und Wandern und segelt gerne vorwiegend am Bodensee, aber auch im Mittelmeer und in der Karibik. Und nach dem Motto „Einmal Pfadfinder – immer Pfadfinder“ ist er seit 60 Jahren Mitglied der Pfadfinderbewegung. Heute in der sogenannten Pfadfindergilde, das ist die Erwachsenenstufe, die er regelmäßig besucht. „Die Ziele aber sind gleich geblieben, nämlich ein korrektes Für- und Miteinander und der sorgsame Umgang mit der Natur. Das war für mich seit meinem Beitritt als Jugendlicher prägend“, erzählt Wostry. Ebenso wichtig ist für ihn die Mitgliedschaft in drei weiteren Vereinen, den Lions, den Schlaraffen und dem Yachtklub Hard.

Und Wostry weiter: „Lions ist kein klassischer Serviceclub, sondern die Lions sind in den USA geschaffen worden, um Personen, die in ein persönliches Loch gefallen sind, durch Taten und finanzielle Unterstützung zu helfen. Bei den Schlaraffen sind solche Persönlichkeiten Mitglieder, die bereits in einem Alter sind, in dem man finanziell unabhängig ist, und die die Freundschaft, den Humor und die Kunst pflegen.“

Als ehemaliger Buchhändler gehört natürlich auch das Lesen, heute vorwiegend von Sachbüchern, zu seinen Hobbys. Sein Sohn, Alexander Wostry ist als Finanzmanager beim Projekt Nachhaltige Landwirtschaft Tansania (SAT) tätig. Dieses von der Vorarlberger Landesregierung und der Liechtensteinischen Entwicklungshilfe geförderte Projekt wird auch von Franz Wostry nachhaltig unterstützt, der sich auch regelmäßig in Tansania aufhält. Leitmotiv von SAT ist es, mit einfachen Techniken und umweltfreundlichen Anbaumethoden eine Ertragssteigerung für Kleinbauern und Bäuerinnen und somit eine wirtschaftliche Stabilität für ihre Familien zu erreichen.

Dafür wird den Bauern und Bäuerinnen ein Gesamtpaket, bestehend aus langfristiger Beratung, enger Zusammenarbeit, professioneller Ausbildung sowie Begleitung über das Projektende hinaus, angeboten. SAT betreut derzeit 915 Farmer in 33 verschiedenen Dörfern im Umkreis von 50 Kilometer von Morogoro.

Wostry hat aber auch die Buchabteilung beim von Rudolf Thurnher gegründeten Dornbirner Flohmarkt, dem größten in ganz Österreich, ab 1995 zu einem unverzichtbaren Bestandteil dieser Veranstaltung gemacht.

Der gebürtige Niederösterreicher Franz Wostry stammt aus Neunkirchen. Von dort wurde die Familie von der Deutschen Wehrmacht 1945 vor den herannahenden Russen zwangsevakuiert und kam als Flüchtlinge nach Vorarlberg. EE

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„Einmal Pfadfinder – immer Pfadfinder“.

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Zur Person

Franz Wostry

Geboren 1942 in Neunkirchen (Niederösterreich), aufgewachsen in Vorarlberg

tätigkeit Volks- und Hauptschule, Lehre als Buch- und Papierhändler

Hobbys Langlauf, Skifahren, Radfahren und Wandern und Segeln, Lesen

Familie verheiratet, drei Kinder