An der VS Markt geht eine Ära zu Ende

02.07.2019 • 16:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In ihren zwölf Jahren als Direktorin hat Herta Rosa Lechner die Volksschule Dornbirn Markt maßgeblich geprägt.lcf
In ihren zwölf Jahren als Direktorin hat Herta Rosa Lechner die Volksschule Dornbirn Markt maßgeblich geprägt.lcf

Direktorin Herta Rosa Lechner verabschiedet sich in die Pension.

Dornbirn Der Schulschluss an der Volksschule Dornbirn Markt wird heuer ein ganz besonderer sein, denn zum letzten Mal wird Direktorin Herta Rosa Lechner die Kinder in die Sommerferien schicken. Damit verabschiedet sie sich gleichzeitig vom aktiven Berufsleben. Doch wer die quirlige Direktorin der VS Markt kennt, weiß, dass dies kein „Ruhestand“ sein wird. Viel reisen, Zeit mit der Familie verbringen, eine neue Sprache lernen und anfangen, Saxophon zu spielen sind nur einige der Dinge, die sich die 65-Jährige für die Zeit nach der VS Markt vorgenommen hat.

Alternative Pädagogik

In ihren zwölf Jahren als Direktorin hat Herta Rosa Lechner die Volksschule Dornbirn Markt maßgeblich geprägt und mit viel Energie und Innovationsgeist vorangetrieben. Schwungvoll hat sie den alten Mauern frischen Wind eingehaucht, eine moderne, alternative Pädagogik unterstützt, eine wertschätzende Haltung Kindern und Eltern vorgelebt und auch die Lehrpersonen heraus- und gefordert. Oft war die Volksschule Markt in der Folge Pilotschule für neue pädagogische Ideen. „Dank der Weitsicht, Neugierde und Offenheit unserer Direktorin stehen wir als Schule heute so gestärkt und fortschrittlich da“, zollte die zukünftige Schulleiterin Gerda Ramoser ihrer Vorgängerin höchste Anerkennung.

Viele Meilensteine

Angefangen hat es mit einer für die Lehrpersonen unpopulären Maßnahme. Herta Rosa Lechner sorgte dafür, dass die Lehrerparkplätze verschwanden und die Kinder dafür die danebenliegende Wiese der Bücherei nutzen konnten. Als glühende Verfechterin einer Schule ohne Noten hat die neue Direktorin bald die direkte Leistungsvorlage nach Rupert Vierlinger an der VS Dornbirn Markt eingeführt. Ein weiterer Meilenstein unter ihrer Leitung war die Einführung und Entwicklung eines Konzepts von Ganztagsklassen in verschränkter Form. Ein besonderes Anliegen war ihr die Kinderbeteiligung. Klassenrat, Schülerparlament und Schulversammlung sind heute selbstverständlich an der VS Markt. Gemeinsam mit Carmen Feuchtner von „Welt der Kinder“ hat sie ein „Willkommensprojekt“ etabliert. Herta Rosa Lechner pflegte stets einen respektvollen Umgang mit Kindern und Eltern, die Schwächeren in unserer Gesellschaft liegen ihr besonders am Herzen.

Schule für alle Kinder

Ab 1. September wird also Gerda Ramoser, die seit 2003 an der Volksschule Dornbirn Markt unterrichtet, in die Fußstapfen von Lechner, die sie als „großes Vorbild in vielerlei Hinsicht“ bezeichnet, treten. Sie will die VS Markt mit dem gleichen Innovationsgeist, mit Weitsicht und pädagogischem Feingefühl ins nächste Jahrzehnt führen. „Ich träume von einer Schule für alle Kinder, von einer Schule, in der Kinder Kinder sein dürfen und in einer gelebten Willkommenskultur sich aufgehoben fühlen, angstfrei lernen und sich entfalten können. Eine Schule, in der Lehrpersonen, Eltern, Kinder und multiprofessionelle Teams aneinander wachsen“, so Ramoser. lcf