Ausgeklügeltes Verkehrskonzept für die Gymnaestrada

Vorarlberg / 02.07.2019 • 18:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

24 zusätzliche Züge, Expressbusse, hohe Taktfrequenz: Für Mobilität ist gesorgt.

Dornbirn 20.000 Gäste in Vorarlberg. Das erfordert während der Gymnaestrada-Woche besondere Maßnahmen auch im öffentlichen Verkehr. Schon gar, nachdem die Veranstaltung für autofrei erklärt wurde. Im Vorfeld gab es für die Verantwortlichen des Verkehrskonzepts rund um Karl-Heinz Winkler (69) bereits eine hohe Auszeichnung. Sie wurden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus als Klimaaktiv Mobil Partner geehrt.

Anlehnung an 2007

In wenigen Tagen muss sich das Verkehrskonzept, das an das erfolgreiche Modell von 2007 angeglichen wurde, freilich bewähren. „Wir sind gut vorbereitet“, gibt sich Karl-Heinz Winkler zuversichtlich. Im Hinblick auf die Eröffnungsfeier auf der Dornbirner Birkenwiese mit erwarteten 26.000 Menschen meint Winkler: „Wir können innerhalb von einer Stunde alle diese Menschen nach der Eröffnungsfeier befördern.“

Die Ressourcen an Mensch und Maschinen wurden für die Zeit der Gymnaestrada ordentlich aufgestockt. So gibt es für das Gymnaestrada-Transportgebiet 28 zusätzliche Busse mit 80 Lenkern, es werden zudem täglich 24 Sonderzüge mit Doppelgarnituren eingesetzt. „Die Züge haben wir für die Gymnaestrada-Zeit aus Tirol ausgeliehen“, berichtet Winkler.

Bei den 28 zusätzlichen Bussen handelt es sich um sogenannte Expressbusse. Das heißt: Sie fahren von bestimmten Haltestellen (Sammelpunkte zahlreicher Gymnaestrada-Gäste) weg und bewegen sich ohne Zwischenstopps ins Gymnaestrada-Zentrum nach Dornbirn. Das ermögliche einen schnellen und effektiven Transport. Für den öffentlichen Busverkehr gibt es eine eigene Funkfrequenz. Dadurch ist es für die Disponenten möglich, frühzeitig auf das Verkehrsaufkommen zu reagieren.

Zu einer Art Hauptbahnhof mutiert in der Gymnaestrada-Woche die Haltestelle Schoren. „Dort halten alle Züg, sogar der REX. Im Takt von drei Minuten geht es von dort mit Bussen ins Messeareal.“

Zur perfekten Auffächerung der Besucherströme dient ein Farbkonzept. Die Farbe Blau etwa signalisiert den Transport Richtung Bregenz, Grün Richtung Feldkirch, Rot nach Dornbirn. Für alle ausgewiesenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Personen mit Veranstaltungstickets sind sämtliche öffentliche Verkehrsmittel gratis benützbar.

Alles zu Fahrplänen, Haltestationen und Takten finden Gymnaestrada-Besucher auch in der Gymnaestrada-App, die kostenlos unter dem Namen „wg2019“ im App-Store heruntergeladen werden kann. Die Gymnaestrada-App bietet alle aktualisierten Infos zum Großereignis. VN-HK

„Für die Gymnaestrada haben wir 24 Züge mit Doppelgarnituren ausgeliehen.“